Myanmar lässt UN-Vertreter ins Land | Aktuell Asien | DW | 03.04.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Rohingya-Konflikt

Myanmar lässt UN-Vertreter ins Land

Der Weltsicherheitsrat kann sich in Myanmar wohl bald vor Ort ein Bild von der schwierigen Lage der Rohingya-Minderheit machen. Die Behörden gestatteten einer Delegation des höchsten UN-Gremiums nun endlich die Einreise.

Aus Myanmar geflüchtete Rohingya (DW/Arafatul Islam )

Aus Myanmar geflüchtete Rohingya

Nach monatelangem Widerstand hat Myanmar dem Besuch einer Delegation des UN-Sicherheitsrats zugestimmt. Die Reise sei noch für April geplant, teilte Perus UN-Botschafter Gustavo Meza-Cuadra, dessen Land in diesem Monat turnusgemäß die Ratspräsidentschaft innehat, in New York mit.

Die Delegation will die Krisenregion Rakhine besuchen, wo die muslimische Minderheit der Rohingya im mehrheitlich buddhistischen Myanmar seit Jahrzehnten systematisch unterdrückt wird. "Es gibt nichts Besseres als einen Besuch vor Ort, um zu klären, wie die Lage ist", sagte Meza-Cuadra.

Ende August vergangenen Jahres war der Konflikt eskaliert, als Rohingya-Rebellen Soldaten und Polizisten angriffen und viele Sicherheitskräfte töteten. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt und zerstörte zahlreiche Rohingya-Dörfer. Fast 700.000 Rohingya flohen seither ins benachbarte Bangladesch.

Zerstörung von Dörfern der Rohingya (picture-alliance/AP Photo/DigitalGlobe)

In Myanmar wurden etliche Häuser der Rohingya zerstört (Vergleich: Dezember 2017 (l.) und Februar 2018)

Schon im Februar hatte der Weltsicherheitsrat den Besuch einer UN-Delegation in Myanmar - dem früheren Birma - vorgeschlagen. Die dortige Regierung hatte damals allerdings noch erklärt, es sei "nicht der richtige Zeitpunkt".

wa/cgn (afp,dpa)

Die Redaktion empfiehlt