Liverpool wirft Manchester City aus der Champions League | Sport | DW | 10.04.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Champions League

Liverpool wirft Manchester City aus der Champions League

Der Champions-League-Titel bleibt für Manchester City ein Traum. Gegen Liverpool ziehen die "Skyblues" im Viertelfinale den Kürzeren. Die Partie ist lange spannend - doch das Pech und der Referee verhindern Citys Erfolg.

Die Hürde nach der 0:3-Hinspielniederlage war hoch, Manchester City versuchte alles, scheiterte aber letztlich dennoch beim Versuch, das Viertelfinalduell in der Champions League gegen den FC Liverpool noch zu drehen. Zwar waren die "Citizens" im eigenen Stadion die klar bessere, weil viel offensivere Mannschaft, doch letztlich ging auch dass Rückspiel mit 1:2 (1:0) verloren. Dabei lief am Anfang eigentlich alles nach Plan: Nach nur zwei Minuten nutzte City einen erzwungenen Fehlpass von Liverpools Verteidiger Virgil Van Dijk zum schnellen Gegenstoß. Raheem Sterling ging steil, legte den Ball nach innen und Gabriel Jesus netzte zum frühen 1:0 ein (2. Minute). 

Sané trifft, Pep fliegt

Danach waren die Himmelblauen überlegen und hatten gegen Ende der ersten Halbzeit zweimal Pech: Zunächst traf Bernardo Silva mit einem sehenswerten Weitschuss nur den Pfosten (41.), dann verwehrte der Schiedsrichter einem regulären Treffer von Leroy Sané die Anerkennung (42.). Zwar befand sich zwischen dem deutschen Nationalspieler und der Torlinie nur noch ein Abwehrspieler, doch da der Ball, den Sané verwertete, vom Knie des Liverpoolers James Milner kam, war es kein Abseits. Der Unparteiische gab den Treffer dennoch nicht. Darüber regte sich Manchesters Trainer Pep Guardiola auf dem Weg in die Kabine derart auf, dass der Schiedsrichter ihn auf die Tribüne verbannte.

Pep Guardiola gestikuliert wütend (Reuters/D. Staples)

Abseits? Das war doch kein Abseits! Guardiola hadert mit der Schiedsrichter-Entscheidung und muss runter

Nach der Pause spielte Liverpool etwas aktiver und schlug kurz nach Wiederanpfiff wie aus dem Nichts zu: Torjäger Mohamed Salah nutzte einen Fehler von City-Torhüter Ederson, der den Ball nicht festhielt. Der Ägypter setzte nach und lupfte den Ball zum 1:1 ins Netz (56.). Ein Stimmmungskiller für City und die Heimfans und eine Vollbremsung für das Spiel, in dem Manchester nun vier weitere Tore gebraucht hätte, um doch noch ins Halbfinale einzuziehen. Aber es sollte noch einen weiteren Rückschlag für Manchester geben: Der ehemalige Hoffenheimer Roberto Firmino luchste City-Verteidiger Nicolas Otamendi den Ball ab und schob überlegt zum 2:1-Siegtreffer ins lange Eck ein.

Ans Limit und darüber hinaus

"Wer die erste Halbzeit gesehen hat, der weiß, dass es schwierig war. Wir haben ihnen mit dem tollen 1:0, dass wir ihnen selbst aufgelegt haben, ein wenig in die Karten gespielt", scherzte ein zufriedener und gelöster Jürgen Klopp im Sky-Interview. "Wir waren aber nicht nervös und wussten, dass der Druck kommen wird. Damit musst du umgehen können. Wir haben konstant unter Druck gestanden. Uns war aber klar, das wir die Stimmung hier killen können, mit einem Tor", analysierte Klopp und schloss mit einem großen Lob für sein Team: "Wahnsinn! Eine fantastische Leistung der Jungs. Sie sind ans Limit und darüber hinaus gegangen."

Für City-Coach Guardiola bleibt Liverpools Trainer Jürgen Klopp damit der Angstgegner. Im 14 Duell der beiden, trug Klopps Team zum achten Mal den Sieg davon. Zudem hat der ehemalige Bayern-Trainer nun dreimal in dieser Saison gegen Klopp und die "Reds" verloren. Das 1:2 gegen Liverpool bildet den bitteren Abschluss einer "schwarzen Woche" für Guardiola, der zunächst beim Hinspiel, dann am Wochenende im Derby gegen Manchester United (2:3) und nun erneut gegen Liverpool als Verlierer vom Platz ging.

Die Redaktion empfiehlt