Salah und der magische Abend der ″Reds″ | Champions League | DW | 04.04.2018
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Fußball

Salah und der magische Abend der "Reds"

Der FC Liverpool verschafft sich im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Manchester City eine sehr gute Ausgangsposition. Maßgeblich daran beteiligt ist der neue Star-Angreifer der "Reds": Mohamed Salah.

Mohamed Salah (r.) feiert seinen Treffer zum 1:0 mit seinem Teamkollegen Firmino (Foto: Reuters/A. Yates)

Mohamed Salah (r.) feiert seinen Treffer zum 1:0 mit seinem Teamkollegen Firmino

Es hätte eigentlich gar kein anderer Spieler sein können, der die Fans des FC Liverpool so früh in Ekstase versetzte. Der neue große Star an der Anfield Road, Mohamed Salah, erzielte beim spektakulären 3:0 (3:0) gegen Manchester City im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League kurz nach Anpfiff das 1:0 (12.) für die "Reds". Wer sonst als Salah hätte die Partie in diese Richtung leiten können? Der Angreifer befindet sich schließlich in der Form seines Lebens.

Mit diesem unerwartet deutlichen Erfolg hat sich Liverpool eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag in Manchester gegen den großen Premier-League-Konkurrenten verschafft.  

Es war bereits das 38. Pflichtspieltor des Ägypters in der 43. Partie dieser Saison. Eine Bilanz, mit der sich Salah bedenkenlos in eine Reihe mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi stellen kann - zumindest in dieser Spielzeit, die die beste ist, die der 25-Jährige überhaupt gezeigt hat.  

Anfänge in der beschaulichen Schweiz

42 Millionen Euro hat der FCL vor Saisonbeginn an den AS Rom überwiesen. Teammanger Jürgen Klopp hatte offenbar mehr gesehen in Salah, als nur den pfeilschnellen Außenbahnspieler, der er ja bereits war, seit dieser versuchte, in Europa als Spieler Fuß zu fassen. Vielleicht hatte Klopp die ungewöhnliche Torgefährlickeit Salahs erahnt - er sollte jedenfalls Recht behalten. Unter dem Liverpool-Manager hat der Ägypter eine kaum zu erahnende Entwicklung genonnen.

In Basel, in der fußballerisch eher beschaulichen Schweiz, hatte Salah einst die ersten Schritte im Profifußball gemacht. Dort und auch später in Rom hatte er oft ganze Abwehrreihen schwindelig gespielt und aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit auch stehen lassen. Nur im Abschluss hatte der Sprinter unübersehbare Schwächen. 

Pfeilschnell, aber lange eher schwächer im Abschluss 

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (r.) kann seine Freude nicht verbergen (Foto: Reuters/C. Recine)

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (r.) kann seine Freude nicht verbergen

Sein ehemaliger Sturmkollege in Basel, Marco Streller, kann sich noch sehr gut an die Spielweise von Salah erinnern. "Er hat jeden Ball sofort nach vorne gespielt und er ist mit seiner Schnelligkeit immer hinter die Abwehr gekommen. Daran musste man sich erstmal gwöhnen, aber das hat uns enorm geholfen", sagt der Schweizer. "Aber vor dem Tor hat ihm oft noch die Ruhe gefehlt, die er jetzt auf einmal hat." Auch gegen Manchester City hatte Salah die Nerven behalten und als Abstauber zugeschlagen. Beim zwischenzeitlichen 2:0 (21.) von Alex Oxlade-Chamberlain per Distanzschuss hatte der Ägypter die Füße dann ausnahmsweise einmal nicht im Spiel. Aber das 3:0, nur zehn Minuten später, erzielt von Sadio Mané, bereitete Salah mit präziser Hereingabe von der rechten Seite vor.      

Damit hatte das Liverpooler Sturmtrio wieder gnadenlos zugeschlagen. Salah, Mané, Oxlade-Chamberlain sind nur schwer zu stoppen, wenn sie erst einmal in Schwung gekommen sind. Die Mannschaft von Pep Guardiola wurde in der ersten Hälfte geradezu überrollt von der Offensivkraft der "Reds". Salah musste dann nach 52 Minuten das Feld verlassen, weil er über Leistenprobleme  klagte. Allerdings hatte er mit seiner starken Leistung das Feld für einen historischen Erfolg für Liverpool bereitet. Auch wenn Manchester in der zweiten Hälfte etwas überlegen und Liverpool damit beschäftigt war, die deutliche Führung zu verteidigen: Am Erfolg des Klopp-Teams gab es keine Zweifel mehr. Dafür hatte vor allem Mohamed Salah in einer außergewöhnlichen ersten Hälfte gesorgt. 

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