Kuba schlägt Aufstand in Hochsicherheitsgefängnis nieder
21. Februar 2026
Kubanische Sicherheitskräfte haben eine Rebellion in einem Hochsicherheitsgefängnis niedergeschlagen. Nach dem "schweren Verstoß gegen die Strafvollzugsordnung" in der Haftanstalt von Canaleta hätten Beamte die Ordnung "mit Entschlossenheit wiederhergestellt", teilte das Innenministerium in Havanna mit. Im größten Gefängnis der zentralen Provinz Ciego de Ávila sitzen neben Kriminellen auch politische Häftlinge ein.
Oppositionelle wie der im US-Exil lebende José Daniel Ferrer und die Organisation Prisoners Defenders berichteten von Toten und Verletzten bei dem Einsatz. Ferrer veröffentlichte auf sozialen Netzwerken auch Videoausschnitte, die Proteste in dem Gefängnis zeigen sollen. Darauf sind Rufe wie "Patria y Vida" (Vaterland und Leben) zu hören - ein Slogan der Proteste von 2021.
Mehrere Insassen seien "mit Kopfverletzungen und Verletzungen durch den Einsatz von Pfefferspray" in ein Krankenhaus gebracht worden, meldete das Dokumentationszentrum für kubanische Gefängnisse mit Sitz in Mexiko. Kubas Regierung machte dazu keine Angaben.
Schlechte Haftbedingungen
Die Behörden erwähnten keine Gründe für den Aufstand, warnten jedoch, solche Vorfälle würden "im Interesse der kollektiven Sicherheit" streng geahndet. Prisoners Defenders erklärte, die Gefangenen hätten gegen schlechte Haftbedingungen sowie für mehr politische Freiheiten auf der sozialistischen Karibikinsel protestiert.
Kuba steckt derzeit in einer seiner tiefsten Krisen seit der Revolution 1959 unter Fidel Castro. Die Lage verschärft sich zusehends, seit US-Präsident Donald Trump Ende Januar damit drohte, Strafzölle gegen Länder zu erheben, die Kuba mit Öl beliefern.
Der Inselrepublik mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern droht durch die Blockade der Kollaps. Die Regierung in Washington will so die kommunistische Führung Kubas zu wirtschaftlichen und politischen Reformen zwingen.
wa/pg (epd, dpa)