HSV und Wolfsburg: Fernduell am Abgrund | Fußball | DW | 04.05.2018
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Bundesliga

HSV und Wolfsburg: Fernduell am Abgrund

Muss auch der HSV vorzeitig in die 2. Liga oder gibt es das große Finale im Abstiegskampf? Vor dem 33. Spieltag liegen beim Konkurrenten VfL Wolfsburg die Nerven blank.

War das ein schlechtes Omen? Als der Fahrer den Mannschaftsbus des VfL Wolfsburg am Hotel in Teistungen einparken wollte, fuhr er so unglücklich über einen Randstein, dass Teile der Verkleidung am Fahrzeug abgerissen wurden. "Wenn die so spielen, wie sie Bus fahren, dann steigen sie ab", witzelten laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) Bauarbeiter, die das Malheur beobachtet hatten. Trainer Bruno Labbadia hatte seine Elf zu einem Kurztrainingslager nach Thüringen beordert. Auf gerade mal zwei Punkte ist der Vorsprung des Tabellen-16. gegenüber dem Vorletzten Hamburger SV zusammengeschmolzen. Sollte der HSV bei Eintracht Frankfurt gewinnen und die "Wölfe" bei ihrem Gastspiel bei RB Leipzig leer ausgehen, würden die beiden Klubs die Plätze tauschen, und Wolfsburg stünde einen Spieltag vor Saisonende auf einem direkten Abstiegsplatz. Verliert der HSV und Wolfsburg gewinnt, stehen dagegen die Hamburger vorzeitig als zweiter Absteiger neben Schlusslicht 1. FC Köln fest.

Pressekonferenz gestrichen

Die Nerven liegen bei den "Wölfen" nach nur einem Sieg aus den letzten zwölf Bundesligaspielen blank. Der Verein strich die eigentlich obligatorische Pressekonferenz vor dem Spieltag. Die Hamburger geben sich da trotz des immensen Drucks professioneller. "Wenn wir noch über den Strich springen wollen, dann müssen wir auch dort gewinnen", sagte HSV-Trainer Christian Titz vor dem Spiel in Frankfurt. Auch die Eintracht müsse siegen, um ihre Chancen auf einen Europa-League-Startplatz zu erhalten, fuhr Titz fort: "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe mit besonderer Brisanz."

Ab zum Griechen!

Drei Siege in den vergangenen vier Spielen haben die Hamburger eingefahren, zuletzt sogar beim direkten Konkurrenten Wolfsburg. Das Momentum ist also eindeutig auf ihrer Seite. "Wir haben nichts erreicht", mahnt dennoch Trainer Titz. Der Besuch im Lieblingsrestaurant von Kyriakos Papadopoulos ist beim HSV auf dem Weg zum erhofften Wunder mittlerweile ein festes Ritual. Einmal die Woche wird auf Kosten des Innenverteidigers ordentlich geschlemmt, vor dem Spiel bei der Eintracht bereits zum vierten Mal. "Ich bin kein abergläubischer Mensch", sagt Titz. "Aber der Mannschaft tut's gut."

Auch Mainz und Freiburg müssen noch zittern

Sorgen um den Klassenerhalt, wenn auch nicht ganz so große wie der VfL Wolfsburg (30 Punkte) und der Hamburger SV (28), müssen sich noch der FSV Mainz 05 und der SC Freiburg machen, die mit jeweils 33 Punkten auf den Tabellenplätzen 14 bzw. 15 stehen. Auch diese beiden Teams spielen auswärts: Mainz beim Tabellendritten Borussia Dortmund und Freiburg beim Neunten Borussia Mönchengladbach. Spannung ist also garantiert, wenn am Samstag alle neun Partien des vorletzten Spieltags parallel ausgetragen werden (Anpfiff 15.30 Uhr MESZ, ab 15 Uhr im DW-Liveticker).

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