Hamilton siegt auch beim Saisonfinale | NRS-Import | DW | 25.11.2018
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Formel 1

Hamilton siegt auch beim Saisonfinale

Der Weltmeister lässt auch in Abu Dhabi nichts anbrennen. Beim letzten Formel-1-Rennen der Saison gewinnt Lewis Hamilton schon wieder - und sein größter Gegner kann nur Applaus spenden.

Auch beim letzten Formel-1-Grand-Prix der Saison hat sich Weltmeister Lewis Hamilton als echter Champions erwiesen. Der Brite, der bereits seit Wochen als Titelverteidiger festgestanden hatte, holte sich im Mercedes in Abu Dhabi seinen elften Saisonsieg vor dem Deutschen Sebastian Vettel im Ferrari und Max Verstappen aus den Niederlanden im Red Bull.

"Ich bin so happy, vielen Dank für die Unterstützung in diesem Jahr", freute sich Hamilton unmittelbar nach dem Rennen und lobte auch gleich seinen großen Rivalen Vettel: "Sebastian hat einen fantastischen Job gemacht und so viel Druck auf uns gemacht." Das mag ein Grund dafür sein, dass der Brite in diesem Jahr die Zügel nicht schleifen ließ wie nach seinen bisherigen vier vorzeitigen Titelgewinnen. Ein anderer ist, so Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der Teamgeist: "Wir haben ein so kompaktes Teamgefüge zusammen bekommen. Die Fahrerweltmeisterschaft war gar keine so große Freude. Bei der Team-Weltmeisterschaft war die Freude größer."

Spektakulärer Unfall von Hülkenberg

Formel 1 - Abu Dhabi Grand Prix: Unfall Hülkenberg (Imago/Motorsport Images/S. Galloway)

Ein Haufen Schrott - der Renault von Nico Hülkenberg wird von der Strecke geborgen

Unter dem Flutlicht in Abu Dhabi erwischte Hamilton, von der Pole-Positionaus ins Rennen gegangen, einen guten Start. Einzig Teamkollege Valtteri Bottas konnte ihm zunächst folgen, Vettel musste die beiden gewähren lassen. Doch dann kam Bewegung ins Rennen: Nico Hülkenberg übersah bei einem Überholmanöver Romain Grosjean im Haas, kollidierte mit seinem Hinterrad mit dem Vorderrad des Franzosen, überschlug sich und landete mit seinem Boliden kopfüber in der Leitplanke. "Ich hänge hier herum wie eine Kuh und da ist Feuer, bringt mich hier raus", funkte Hülkenberg an die Renault-Box.

Es dauerte gefühlt Minuten, ehe die Streckenposten sein Auto umdrehten, um den Deutschen bergen zu können. Nach der obligatorischen Untersuchung durch den Rennarzt konnte Hülkenberg den Rest des Rennens sichtlich Wohlauf von außen beobachten.

Vettel erkennt Mercedes-Überlegenheit an

Auch nach der Safety-Car-Phase änderte sich zunächst nichts an der Reihenfolge der Kontrahenten. Erst als Bottas einen Fehler machte, konnte Vettel passieren, zu mehr reichte es allerdings nicht. Auch, weil sich die Hoffnung des Deutschen auf nachlassende Reifen an Hamiltons Auto nicht bestätigte. So konnte der Brite weitgehend unbedrängt seinem 73. Karriere-Erfolg entgegenfahren. Dabei riss er auch die Marke von 400 Grand-Prix-Punkten in einer Saison - das hatte es vorher noch nie gegeben.

Formel 1 - Abu Dhabi Grand Prix (Getty Images/L. Baron)

Von Hamilton (r.) mal wieder nass gemacht: Ex-Weltmeister Sebastian Vettel

Nach dem Saisonabschluss musste auch der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel die Überlegenheit des Mercedes-Rennstalls anerkennen. Bei RTL angesprochen auf seine Saisonbilanz, fasste er zusammen: "Starker Anfang, am Ende haben wir uns ein bisschen schwer getan. Dazu kamen ein paar Unachtsamkeiten. Aber ich glaube, es wäre auch sonst schwer gewesen, die WM bis zum Ende offen zu halten." Da kann die Ansage von Mercedes-Chef Toto Wolff im Hinblick auf die nähste Saison fast Angst machen: "Wir pushen immer weiter. Es ist natürlich immer einer schwierige Sache, sich neu zu motivieren, sich immer wieder neue Ziele zu setzen."

Alonso geht als Elfter

Der Grand Prix in Abu Dhabi war der 312. und vorerst letzte in der Formel-1-Karriere des Ex-Weltmeisters Fernando Alonso. Der Spanier verabschiedete sich in seinem McLaren mit einem elften Platz aus der Königsklasse. Der Weltmeister von 2004 und 2005 die Punkteränge als Elfter lange vor Augen, fiel aber nach einer Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen Abkürzens in der vorletzten Runde noch zurück.

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