Frankreich missbilligt Trumps ″Peng!″-Rede | NRS-Import | DW | 05.05.2018
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Waffengesetze

Frankreich missbilligt Trumps "Peng!"-Rede

Die französische Regierung hat Äußerungen des US-Präsidenten scharf zurückgewiesen, wonach die Paris-Attentäter im November 2015 früher hätten gestoppt werden können - wären nur die Waffengesetze lockerer gewesen.

"Frankreich ist stolz darauf, ein sicheres Land zu sein, in dem der Kauf und der Besitz von Feuerwaffen streng geregelt sind", erklärte das französische Außenministerium. Seine Sprecherin Agnès von der Mühll forderte zugleich "Respekt für die Erinnerung an die Opfer". Waffen im freien Umlauf stellten keinen Schutz gegen Terrorattacken dar. Im Gegenteil könnten sie die Planung solcher Angriffe sogar erleichtern, betonte von der Mühll.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag vor Anhängern der amerikanischen Waffenlobby NRA angedeutet, dass es bei der Pariser Anschlagserie vor zweieinhalb Jahren weniger Opfer gegeben hätte, wenn bewaffnete Menschen in der Nähe gewesen wären. Hätte jemand auf die Terroristen geschossen, wäre es "eine ganz andere Geschichte gewesen", sagte Trump. So aber hätten die Attentäter sich Zeit gelassen "und einen nach dem anderen abgeknallt".

"Komm her! Peng!"

Trump unterstrich seine Worte, indem er seine Hand (Artikelbild) zu einer Pistole formte, die auf ein Opfer zielt. Dabei ahmte er die islamistischen Täter nach: "Peng! Komm her! Peng! Komm her! Peng!" Frankreich sei unter den Ländern mit den strengsten Waffengesetzen der Welt, kritisierte der US-Präsident. "Niemand hat Waffen in Paris, niemand."

Barack Obama vor Bataclan-Konzerthalle 2015 (Reuters)

2015: Trumps Vorgänger Barack Obama (r.) gedenkt in Paris der Terroropfer

Bei der koordinierten Anschlagserie am 13. November 2015 hatten Islamisten in der französischen Hauptstadt insgesamt 130 Menschen getötet, die meisten von ihnen in der Konzerthalle "Bataclan".

wa/jv (dpa, afp)

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