FBI legt neues Dokument zu 9/11 vor | Aktuell Welt | DW | 12.09.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Terrorismus

FBI legt neues Dokument zu 9/11 vor

Bei den Anschlägen am 11. September 2001 kamen die meisten der Täter aus Saudi-Arabien. War die Regierung dort in die Attentate verwickelt? Die US-Bundespolizei FBI hat dazu ein neues Dokument vorgelegt.

USA - 20. Jahrestag der Terroranschläge

Spielte Saudi-Arabien bei den Anschlägen vom 11. September eine Rolle? Dazu liegt ein neuer FBI-Report vor.

Mit der Freigabe des Dokuments befolgte das FBI eine Anweisung von US-Präsident Joe Biden, von dem Angehörige der Opfer diesen Schritt gefordert hatten. In dem teilweise geschwärzten 16-seitigen Dokument werden Kontakte zwischen den Entführern der vier Passagiermaschinen und saudiarabischen Beamten skizziert.

Riad weist jede Schuld von sich

Es gibt aber keinen Beweis dafür, dass die Regierung in Riad an den Anschlägen beteiligt war, bei denen fast 3000 Menschen getötet wurden. Saudi-Arabien hatte immer wieder erklärt, es habe keine Rolle bei den Anschlägen gespielt. Seine Botschaft in Washington gab zunächst keine Stellungnahme zu der FBI-Veröffentlichung ab.

In einer Erklärung vom 8. September hatte sie mitgeteilt, Saudi-Arabien habe sich stets für Transparenz in Bezug auf die Ereignisse am 11. September 2001 eingesetzt und begrüße in diesem Zusammenhang die Freigabe von Verschlusssachen durch die USA. Frühere Ermittlungen hätten keinerlei Beweis erbracht, dass die saudiarabische Regierung oder ihre Mitarbeiter vorab über die Anschläge informiert oder in irgendeiner Weise involviert gewesen wären.

Osama Bin Laden Porträt

Osama bin Laden kam aus Saudi-Arabien, die meisten anderen Attentäter vom 11. September auch

15 der 19 Entführer der Flugzeuge kamen aus Saudi-Arabien. Zu den Anschlägen hatte sich die Al-Kaida von Osama bin Laden bekannt. Dieser stammte aus Saudi-Arabien. Eine Kommission der US-Regierung fand keine Beweise dafür, dass Saudi-Arabien, ein enger Verbündeter der USA, Al-Kaida direkt finanziell unterstützt hätte. Offen blieb aber, ob einzelne Beamte in dem Königreich dies taten.

Milliardenklage gegen Saudis

Die Angehörigen von rund 2500 der Getöteten und mehr als 20.000 Verletzten sowie etliche Unternehmen und Versicherer haben Saudi-Arabien auf mehrere Milliarden Dollar verklagt. In einer Stellungnahme im Namen der Organisation 9/11 Families United erklärte Terry Strada, deren Ehemann Tom bei den Anschlägen getötet wurde, das vom FBI veröffentlichte Dokument beseitige alle Zweifel an einer saudiarabischen Mittäterschaft.

Strada wörtlich: "Jetzt sind die Geheimnisse der Saudis aufgedeckt, und es ist längst an der Zeit, dass das Königreich sich der Rolle seiner Beamten bei der Ermordung Tausender auf amerikanischem Boden stellt."

haz/fab (rtr, afp, ap)

Die Redaktion empfiehlt