Erste Urteile im New Yorker FIFA-Prozess | Sport-News | DW | 22.12.2017
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FIFA-Prozess

Erste Urteile im New Yorker FIFA-Prozess

Ein Gericht in New York hat die früheren Fußball-Funktionäre José Maria Marin und Juan Ángel Napout im ersten Prozess im Zuge des FIFA-Korruptionsskandals für schuldig befunden.

Das Urteil gegen die beiden Ex-Funktionäre fällte das Gericht am Mittag in New York. Noch kein Urteil gab das Gericht gegen den dritten Angeklagten, Ex-Funktionär Manuel Burga, bekannt. Auch das Strafmaß für Marin und Napout wird erst noch bekannt gegeben. Dort sind weitere Beratungen der Geschworenen notwendig. Alle drei Angeklagten waren 2015 im Zuge des Skandals um den Fußball-Weltverband festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, über zwei Jahrzehnte Millionen an Schmiergeldern bei der Vergabe von Fernsehrechten angenommen zu haben. 

Nur Kronzeuge Burzaco bekannte sich schuldig

Der 85-jährige Marin war von 2012 bis 2015 Präsident des brasilianischen Fußball-Verbandes und soll 6,5 Millionen Dollar angenommen haben. Der Paraguayer Napout leitete von 2014 bis 2015 für etwas mehr als ein Jahr den südamerikanischen Fußball-Verband CONMEBOL und soll seit 2010 10,5 Millionen Dollar akzeptiert haben. Burga stand dem Fußball-Verband von Peru vor. Die drei Angeklagten hatten auf nicht-schuldig plädiert, ihre Verteidigung sah unter anderem Zeugen-Aussagen als nicht glaubwürdig an. 

Der Kronzeuge, Alejandro Burzaco, hatte sich dagegen in mehreren Punkten schuldig bekannt und hofft durch seine Aussage auf eine strafmildernde Wirkung. Er berichtete von Bestechung im großen Stil, bis zu seiner Verhaftung 2015 will er 30 Fußball-Funktionäre mit insgesamt bis zu 160 Millionen Dollar bestochen haben. Die Jury hatte nach dem Ende der Beweisaufnahme und den Plädoyers eine Woche lang beraten, ehe sie zu ihrem Urteil gegen Marin und Napout kam. Die Beratungen über Burga sollen in der nächsten Woche fortgesetzt werden.

dvo/AR (dpa)

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