England besiegt den Elfmeterfluch | Sport | DW | 03.07.2018
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WM 2018

England besiegt den Elfmeterfluch

England schreibt gegen Kolumbien Geschichte und zieht bei der Fußball-WM durch ein Elfmeterschießen in die nächste Runde ein. Auch Schweden steht im Viertelfinale. Gegen viel zu brave Schweizer trifft Emil Forsberg.

WM-Star Harry Kane hat mit England im Elfmeterschießen die ultimative Nervenprobe bestanden und im Thriller von Moskau eine ganze Fußballnation vom K.o.-Fluch erlöst. Die Three Lions bezwangen an einem Marathonabend Kolumbien, das auch ohne den verletzten Bayern-Künstler James Rodriguez verbissen kämpfte. Mit 4:3 (1:1, 1:1, 0:0) siegten die Briten im Elfmeterschießen und schürten die Hoffnungen auf den ersten Titel der Three Lions seit 1966.

Carlos Bacca scheiterte mit Kolumbiens letztem Elfmeter an Torhüter Jordan Pickford, Eric Dier schoss England anschließend ins Glück. Kane verwandelte dabei an einem denkwürdigen Fußballabend vor 44.190 Zuschauern im Spartak-Stadion von Moskau zuvor einen Foulelfmeter in der 57. Minute sicher, ehe Yerry Mina (90.+3) die Engländer vor die ultimative Nervenprobe stellte.

Siebenmal fiel die Entscheidung über das Weiterkommen in K.o.-Spielen der Engländer zuvor im Elfmeterschießen - sechsmal verloren sie. Zuletzt fünfmal in Folge. Die insgesamt coole Truppe von Trainer Gareth Southgate holte gegen die ruppig agierenden Südamerikaner den ersten Sieg in einem K.o.-Duell seit zwölf Jahren und zog im Nachsitzen verdient in das Viertelfinale ein. In Samara will der frühere Weltmeister am Samstag (16 Uhr MESZ, ab 15:45 Uhr im DW-Liveticker) nun auch Schweden ausschalten.

Forsberg erlöst die Schweden

Fußball WM 2018 Schweden vs Schweiz (Getty Images/AFP/G. Cacace)

Emil Forsberg jubelt über seinen Siegtreffer

Im ersten Turnier nach der Ära von Zlatan Ibrahimovic ist der ganz große Coup für Schweden möglich. Leipzigs Emil Forsberg, der Mann, der das schwedische Mittsommermärchen weiter geschrieben hatte, kam erst zwei Stunden nach Schlusspfiff in die Interview-Zone.

Sichtlich stolz und glücklich, doch eine gute Nachricht für seine Fans in Leipzig hatte Forsberg nicht im Gepäck. "Ich habe keine Antwort darauf. Ich habe den Fokus voll auf das Turnier gelegt", sagte der Torschützenach dem 1:0 (0:0) gegen die Schweiz im WM-Achtelfinale auf die Frage, ob er auch in der kommenden Saison bei RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga spiele: "Das zu interpretieren ist ihre Sache."

Der Traum vom WM-Finale lebt

Sollte der schwedische Matchwinner die Sachsen verlassen, dürfte er zumindest nochmal ein gutes Stück teurer geworden sein. Denn mit seinem Tor - das der Dortmunder Manuel Akanji durch Abfälschen begünstigte - hatte der 26-Jährige die Skandinavier erstmals seit 24 Jahren in ein WM-Viertelfinale geführt.

Sogar der Traum vom zweiten Endspiel-Einzug nach dem Heim-Turnier 1958 lebt beim Sieger der deutschen Vorrunden-Gruppe nun. Und das ausgerechnet im ersten Turnier nach der Ära Ibrahimovic. "Zlatan hat sich noch nicht gemeldet", sagte Forsberg: "Aber das wird er sicher noch tun." Er selbst wusste kaum, wohin mit seiner Freude: "Ich spiele für Schweden bei einer WM, ich habe ein Tor geschossen, wir stehen im Viertelfinale. Von alledem habe ich geträumt. Ich erlebe gerade einen Traum nach dem anderen."

jst/asz (sid, dpa)

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