England feiert historischen Triumph | Sport | DW | 24.06.2018
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11. WM-Tag

England feiert historischen Triumph

Noch nie erzielt eine englische Elf mehr Tore in einem WM-Spiel als gegen Panama. Senegal führt zweimal gegen Japan und kann doch nicht gewinnen. Und Kolumbien lässt Polen keine Chance. Die Tageszusammenfassung.

Dank eines historischen Sieges hat England frühzeitig das Achtelfinale erreicht. Gegen Panama setzten sich die "Three Lions" in Nischni Nowgorod mit 6:1 (5:0) durch und feierten den höchsten WM-Sieg ihrer Geschichte. Kapitän Harry Kane mit einem Dreierpack (22., FE/45.+1, FE/62.), John Stones (8./40.) und Jesse Lingard (36.) schossen die englischen Tore gegen die Mittelamerikaner. Für den Außenseiter traf Felipe Baloy (78.).

Drei Treffer in einem WM-Spiel hatten für England zuvor nur Gary Lineker 1986 gegen Polen und Geoff Hurst beim 4:2 im Finale 1966 gegen Deutschland erzielt - darunter das legendäre Wembley-Tor. "Nicht viele Spieler schießen drei Tore in einem WM-Spiel. Darauf bin ich sehr stolz", sagte Kane, der mit insgesamt fünf Treffern auch die Führung in der WM-Torjägerliste übernimmt.

Zum Abschluss der Vorrunde geht es am Donnerstag gegen das ebenfalls für die K.o.-Runde qualifizierte Belgien um den Vorrundensieg in Gruppe G. 

Japan als Comeback-Mannschaft

Russland WM 2018 Japan gegen Senegal (Reuters/M. Brindicci)

Der Joker sticht: Japans Honda (r.) bejubelt seinen Treffer zum 2:2

In Gruppe H reichte Senegal eine zweimalige Führung im Gruppenspiel gegen Japan nicht zum zweiten Sieg. In Jekaterinburg trennten sich beide Teams 2:2 (1:1). Trotz der vier Treffer konnte die Partie die hohen Erwartungen nicht erfüllen: Über weite Strecken herrschte bei den 32.572 Zuschauern gepflegte Langeweile. Liverpool-Star Sadio Mane hatte das 1:0 markiert (12.). Der Ex-Bochumer und -Frankfurter Takashi Inui (34.) schoss das 1:1-Ausgleichstor für die Asiaten. Moussa Wague (71.) erzielte den erneuten Führungstreffer für Senegal, ehe der eingewechselte Keisuke Honda (78.) wieder ausglich.

Lewandowski bleibt blass, Polen scheidet aus

Russland WM 2018 Polen gegen Kolumbien | James Rodriguez (Reuters/S. Perez)

Glückliche Sieger: james (l.) und Falcao (r.)

Im zweiten Spiel der Gruppe H entschied James Rodriguez das Duell der Stars des FC Bayern München gegen Robert Lewandowski klar für sich. Der Kolumbianer gewann mit seiner Mannschaft vor 20.000 begeisterten Landsleuten in Kasan ungefährdet mit 3:0 (1:0) gegen Polen. Bei zwei Treffern steuerte James die Vorarbeit bei und erhielt seinem Team nach der Auftaktniederlage gegen Japan die Chance, das Achtelfinale zu erreichen. Mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den Senegal steht der Viertelfinalist von 2014 auf jeden Fall in der K.o.-Runde.

Lewandowski erlebte dagegen bei seiner ersten WM einen Albtraum: Polen ist nach zwei Niederlagen bereits ausgeschieden und kann sich am kommenden Donnerstag gegen Japan nur noch ehrenhaft aus Russland verabschieden. Im Duell der Verlierer des ersten Spieltags war James vor 42.873 Zuschauern am ersten und dritten Tor beteiligt. Er schlug zunächst die Flanke, die Abwehrspieler Yerry Mina vom FC Barcelona verwandelte (37.). Nach dem Tor von Kapitän Radamel Falcao (70.) legte er auch für Juan Cuadrado (75.) auf.

Den Cafeteros (3 Punkte) könnte gegen Senegal (4 Punkte) am letzten Spieltag auch schon ein Unentschieden reichen - dann allerdings müsste Japan (4 Punkte) gegen Polen verlieren. Polen, WM-Dritter 1974 und 1982, hatte zuletzt 1986 die K.o.-Runde erreicht.

jk/asz (sid, dpa)

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