Schweden setzt sich durch | Sport | DW | 27.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

WM 2018

Schweden setzt sich durch

Schweden steht nach einem hochverdienten Sieg gegen Mexiko im Achtelfinale. Brasilien mit souveränem Sieg gegen Serbien. Die Schweiz spielt uninspiriert und erreicht trotzdem die nächste Runde.

Mexiko - Schweden 0:3 (0:0)

Die schwedische WM-Party in der Arena von Jekaterinburg hatte längst ihren Höhepunkt erreicht, da realisierten langsam auch die geschlagenen Mexikaner ihr großes Glück. Minuten nach dem Schlusspfiff sickerte die Nachricht von der sensationellen Niederlage Deutschlands im 700 Kilometer entfernten Kasan durch. Eigentorschütze Edson Alvarez weinte im Zwiespalt der Gefühle, seine Teamkollegen blickten sich immer wieder ungläubig an. Konnte es wirklich wahr sein? 

Es konnte! Trotz der 0:3 (0:0)-Pleite gegen haushoch überlegene Schweden zog auch Mexiko ins WM-Achtelfinale ein. Damit hatte nach der enttäuschenden Vorstellung niemand der "El Tri" mehr gerechnet. "Es war heute eine sehr wertvolle Lektion für mich", sagte Trainer Juan Carlos Osorio und gab den schlechten Verlierer: "Ich respektiere, wie sie spielen. Aber es ist nicht die Art, wie ich spielen lassen will. Da geht der Ball vom Torwart zu den Stürmern."     

Den Schweden dürfte es egal sein, sie verdienten sich ihren ersten Einzug in die K.o-Runde seit zwölf Jahren mit dem Mut, der ihnen beim unglücklichen 1:2 gegen Deutschland noch gefehlt hatte. Der Bremer Ludwig Augustinsson (50.) und Kapitän Andreas Granqvist (62.) per Foulelfmeter hatten "Blagult" bereits belohnt, ehe Alvarez (74.) für die Entscheidung sorgte. "Ein Traum ist wahr geworden. Wahnsinn", sagte Augustinsson und richtete sein Wort an die Deutschen: "Sie sind eine fantastische Mannschaft. Aber das ist Fußball. Deutschland hatte seine Chance."

Serbien - Brasilien (0:2 (0:1)

Souveräner Achtelfinal-Einzug statt historischer Vorrunden-Schmach: Rekord-Weltmeister Brasilien hat ein Desaster wie das von Titelverteidiger Deutschland souverän verhindert und sich durch ein 2:0 (1:0) gegen Serbien als Sieger der Gruppe E locker für die K.o.-Runde qualifiziert. Dort trifft die "Selecao" am Montag auf Mexiko. Serbien hingegen verpasste das historische erste Vorrücken ins Achtelfinale bei einer WM als eigenständige Nation.  

Paulinho brachte Brasilien, das bislang nur 1930 und 1966 die Vorrunde nicht überstanden hatte, in Moskau nach genialer Vorarbeit von Coutinho in Führung (36.). Thiago Silva erzielte per Kopf das 2:0 (68.). Auch ein Unentschieden hätte die "Selecao" weitergebracht. Die Serben waren vom Sieg, der sie erstmals sicher in die K.o.-Runde geführt hätte, gegen den überlegenen Gegner weit entfernt.

Schweiz - Costa Rica (2:0 (1:0)

Mit einer glanzlosen Leistung hat die Schweiz das WM-Achtelfinale erreicht und trifft dort auf Schweden. Die Eidgenossen trennten sich am Mittwoch im letzten Gruppenspiel 2:2 (1:0) vom bereits zuvor ausgeschiedenen Costa Rica. Vor 43.319 Zuschauern in Nischni Nowgorod brachte Blerim Dzemaili die Mannschaft von Trainer Vladimir Petkovic in der 31. Minute mit einem Gewaltschuss in Führung, Josip Drmic erzielte den zweiten Treffer (88.). Kendall Waston (56.) und Bryan Ruiz (90.+3/Foulelfmeter) trafen für die Lateinamerikaner.

Nach den tagelangen Debatten um den umstrittenen Doppeladler-Torjubel in der Partie gegen Serbien wirkten die Schweizer zeitweise unkonzentriert und waren defensiv anfällig. Im Duell in der Runde der letzten 16 mit dem Sieger der deutschen Gruppe am nächsten Dienstag in Sankt Petersburg (16.00 Uhr) müssen sie auf die gelbgesperrten Abwehrspieler Stephan Lichtsteiner und
Fabian Schär verzichten.

jst/dvo (dpa/sid)

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links