Deutscher UN-Vorstoß für Idlib-Waffenruhe scheitert | Aktuell Welt | DW | 19.09.2019
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Krieg in Syrien

Deutscher UN-Vorstoß für Idlib-Waffenruhe scheitert

Deutschland, Belgien und Kuwait wollten über den UN-Sicherheitsrat eine Waffenruhe in der syrischen Provinz Idlib erreichen. Russland legte ein Veto ein. Es ist nicht das erste Mal, dass Russland sich quer stellt.

Syrien Krieg in Idlib - Russischer Luftangriff (Getty Images/AFP/O. Haj Kadour)

Ein Haus in Idlib nach einem Luftangriff Russlands (Archivbild)

Neben Russland legte auch China bei der Abstimmung in New York ein Veto gegen den Resolutionsentwurf ein. Deutschland hatte den Text Ende August zusammen mit Belgien und Kuwait für eine Beruhigung der Gewalt in der letzten großen Rebellenhochburg im syrischen Idlib in das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen eingebracht.

Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen zeigte sich enttäuscht: "Diesem Rat wird es nicht möglich sein, die Leben von drei Millionen Menschen in der Region Idlib zu schützen, vor allem Frauen und Kinder". Man werde aber weiterhin dafür arbeiten, die humanitäre Lage im Nordwesten Syriens zu verbessern. US-Angaben zufolge war es bereits das 13. Veto Russlands vor dem Sicherheitsrat in Bezug auf den Krieg in Syrien. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja hatte den Autoren der Resolution vor der Abstimmung vorgeworfen, ihr eigentliches Ziel sei es, "die in Idlib verwurzelten internationalen Terroristen vor ihrer endgültigen Niederlage zu bewahren".

Russland ist einer der wichtigsten Verbündeten von Syriens Machthaber Baschar al-Assad. Dieser hatte Ende April - unterstützt von der russischen Luftwaffe - eine große Offensive gegen Rebellen in den Provinzen Hama und Idlib gestartet. Unter diesen befinden sich auch extremistische Kämpfer. In dem Gebiet leben schätzungsweise drei Millionen Zivilisten.

lh/uh (dpa, rtr)

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Einsatz unter Lebensgefahr: Die Weißhelme von Idlib

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