News kompakt: Deutsche Bahn drosselt weiter das Tempo
12. Januar 2026
In Teilen Deutschlands dürfte es wegen überfrierenden Regens an diesem Montag spiegelglatt werden. Es gibt eine entsprechende Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Nach zahlreichen Zugausfällen am Wochenende aufgrund des Winterwetters rechnet die Deutsche Bahn erneut mit Einschränkungen und Verspätungen. Auf einigen Trassen sollen insbesondere die ICE-Hochgeschwindigkeitszüge deutlich langsamer unterwegs sein als üblich.
Man habe "vorsorglich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf einzelnen Schnellfahrstrecken reduziert", heißt es auf der Internetseite der Bahn. Betroffen sind Verbindungen von Köln beziehungsweise Hannover nach Frankfurt am Main sowie zwischen Wolfsburg und Berlin. Reisende müssen damit rechnen, Anschlusszüge nicht zu erreichen.
Kanzler Merz trifft Indiens Premier Modi in Ahmedabad
Deutschlands Regierungschef Friedrich Merz ist zum Auftakt seiner zweitägigen Indienreise von Premierminister Narendra Modi empfangen worden. Die beiden kamen in Ahmedabad zusammen, der Heimatstadt von Modi. Die Millionenmetropole im indischen Nordwesten ist das wirtschaftliche Zentrum des Bundesstaats Gujarat.
Die Bundesregierung betrachtet Indien als Schlüsselpartner in Asien. Merz und Modi haben mehrere Abkommen unterzeichnet - unter anderem zur deutsch-indischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie und zur Anwerbung von Fachkräften für den deutschen Gesundheitssektor.
Ziel der Reise des Bundeskanzlers ist es auch, die Abhängigkeit Indiens von Russland zu verringern. Am zweiten Tag seines Aufenthalts will der Kanzler die Industrie- und Forschungsmetropole Bangalore und ein dort ansässiges Werk des deutschen Technologiekonzerns Bosch besuchen.
Bundesaußenminister will mit USA über Grönland sprechen
Vor einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio an diesem Montag hat der deutsche Außenminister Johann Wadephul die gemeinsamen Interessen der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten mit Blick auf Grönland betont. US-Präsident Donald Trump habe recht damit, dass es insbesondere im Nordatlantik um die Wahrung von Sicherheitsinteressen gehe, auch gegenüber China und Russland.
Er reise als deutscher und europäischer Außenminister in die USA, sagte Wadephul vor seinem Abflug nach Washington im Zweiten Deutschen Fernsehen. Deutschland und insbesondere auch Dänemark seien bereit, sich im Rahmen der NATO stärker in der Arktis zu engagieren. Angesichts von Übernahmedrohungen durch Trump machte Wadephul deutlich, über die Zukunft der arktischen Insel würden allein die Grönländerinnen und Grönländer sowie Dänemark entscheiden.
UN-Chef schockiert über Gewalt im Iran
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, appelliert an die iranischen Behörden, keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden. Das Recht auf freie Meinungsäußerung müsse uneingeschränkt geachtet werden, so Guterres. Er sei "schockiert" angesichts der Berichte über Gewalt gegen Demonstranten, die in den vergangenen Tagen zu Todesfällen geführt hätte. Von den iranischen Sicherheitskräften forderte der UN-Generalsekretär "maximale Zurückhaltung".
Nach Angaben von US-Präsident Trump könnte sich eine diplomatische Lösung ergeben. Der Iran habe die USA um neue Verhandlungen gebeten, so Trump. Seit gut zwei Wochen kommt es wieder zu Protesten im Iran, gegen die das Mullahregime in Teheran mit zunehmender Härte vorgeht. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden bereits hunderte Demonstranten getötet.
In Patagoniens Wäldern brennt es weiter
Im Süden Argentiniens stehen weiterhin große Waldflächen in Flammen. Den Behörden zufolge haben die Feuer in der Region Patagonien in den vergangenen Tagen mehr als 15.000 Hektar Land zerstört. Insgesamt sind mehr als 500 Feuerwehrleute, Polizisten und Hilfskräfte im Einsatz. Ein Feuerwehrmann wurde mit schweren Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht, wie Medien unter Berufung auf Argentiniens Gesundheitsbehörden berichten.
Es handele sich um eine der schwersten Umweltkrisen, die die Provinz Chubut je erlebt habe, sagte Gouverneur Ignacio Torres dem Sender Radio Mitre. Nach einsetzendem Regen hat sich die Lage in einigen Teilen der südamerikanischen Region inzwischen etwas entspannt.
Golden Globes in Hollywood verliehen
Der Film "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson zählt zu den großen Gewinnern bei den diesjährigen Golden Globe Awards in Hollywood. Er konnte unter anderem den Preis für den besten Film in der Sparte Komödie oder Musical und die beste Regie abräumen.
Der Shakespeare-Film "Hamnet" von Regisseurin Chloé Zhao wurde als bestes Drama ausgezeichnet. Die irische Schauspielerin Jessie Buckley erhielt für ihre Darstellung von Shakespeares Frau den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Drama. Bei den Männern gewann der brasilianische Schauspieler Wagner Moura in dieser Kategorie für seine Darstellung in dem Politthriller "The Secret Agent" über die Militärdiktatur in Brasilien.
AR/gri/se (dpa, afp, DB, ZDF)
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