Daniel Barenboim bleibt in Berlin | Musik | DW | 04.06.2019
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Musik

Daniel Barenboim bleibt in Berlin

Die Ankündigung wurde mit Spannung erwartet. Der Vertrag des Stardirigenten, der im Frühjahr wegen seines angeblich autoritären Führungsstils in der Kritik stand, wurde um fünf Jahre verlängert.

Bis 2027 soll Daniel Barenboim Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden bleiben, teilte der Dirigent zusammen mit dem Berliner Kultursenator Klaus Lederer am Dienstag mit. Sein derzeitiger Vertrag, der bis 31. Juli 2022 läuft, wurde um weitere fünf Jahre verlängert.

Seit 1992 leitet der Maestro die Staatsoper und wurde von ihrem Orchester, der Staatskapelle Berlin, zum Chefdirigenten auf Lebenszeit ernannt.

Dass Barenboim in seiner Doppelfunktion als einer der wichtigsten Musiker Berlins und Deutschlands bleiben wollte, hatte er bereits zum Ausdruck gebracht, vorausgesetzt seine Gesundheit lasse es zu und die Musiker wollten es so.

Die gesundheitliche Frage sei geklärt, hatte Barenboim jüngst gesagt. Die Frage an die Musiker erhielt im Frühjahr eine gewisse Brisanz , als sich einige gegenwärtige und ehemalige Orchestermitglieder in Berichten beim Onlinemagazin van und im Bayerischen Rundfunk über seinen Führungsstil öffentlich beschwert hatten.

Jahrespressekonferenz der Staatsoper Unter den Linden in Berlin (picture-alliance/Geisler-Fotopress/T. Bartilla)

Matthias Schulz, Intendant der Staatsoper Berlin, und Daniel Barenboim bei der Jahreskonferenz der Staatsoper Unter den Linden im März 2018

Am Dienstag erklärte der Orchestervorstand jedoch, die Staatskapelle freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Barenboim.

Als einer der bekanntesten Klassik-Künstler weltweit wurde Barenboim in Argentinien geboren. Später zog seine Familie nach Israel, wo er Staatsbürger wurde. Daniel Barenboim galt früh als klavierspielendes Wunderkind, später profilierte sich als Dirigent beim Chicago Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris und dem London Philharmonic Orchestra. Er ist Mitgründer des West-Eastern Divan Orchestra, eines Verbunds von jungen israelischen und arabischen Musikern; unter seiner Wirkung ist die Barenboim-Said-Akademie in Berlin gegründet und der Pierre Boulez-Saal gebaut worden. Als Dirigent und Pianist bleibt der 76-Jährige weiterhin weltweit gefragt.

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