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CO2-Speicher: Mit wiedervernässten Mooren Geld verdienen

31. Oktober 2025

Moore speichern riesige Mengen an CO2. Aber: Sobald sie trockengelegt werden, kehrt sich ihre Wirkung um. Dann werden sie zu einem Klimaproblem. Wie aber können Landwirte auf wiedervernässten Mooren Geld verdienen?

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In den weltweiten Mooren lagert etwa ein Drittel des gesamten auf der Erde gebildeten Kohlenstoffs. Das ist doppelt so viel wie in allen Wäldern der Erde zusammen und damit ein großer Hebel im Klimaschutz. Vor allem, weil Moore weltweit nur drei Prozent der Landfläche ausmachen.

Aber wenn solche Moore trockengelegt werden, geben sie den eingelagerten Kohlenstoff in Form von CO2 an die Umgebung ab. Statt das Klima zu schützen, heizen sie dann die Erderwärmung weiter an. Und genau das passiert gerade: Entwässerte Moore verursachen heute mehr Emissionen als der weltweite Flugverkehr.

Die Lösung liegt auf der Hand: Intakte Moore schützen und trockengelegte Moore wieder vernässen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn auf vielen dieser Flächen befinden sich heute landwirtschaftlich genutzte Felder, Wälder und auch Siedlungen. Hier leben und arbeiten teils seit Jahrzehnten Menschen, die ihren Lebensraum nicht einfach wieder aufgeben möchten.

Welche Lösungen es geben könnte, und ob die Bewirtschaftung von nassen Mooren, also die sogenannte Paludikultur, eine gute Alternative für Landwirtinnen und Landwirte ist, erläutert die Landschaftsökologin Franziska Tanneberger. Sie ist eine der führenden Moorforscherinnen Deutschlands und leitet seit zehn Jahren das Greifswald Moor Centrum - ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das sich für den Schutz und die Nutzung von Mooren stark macht.

Haben Sie ein Thema, das Sie schon lange interessiert? Oder eine spannende Persönlichkeit, die Sie gerne einmal in unserem Podcast hören würden? Dann schreiben Sie uns an: wirtschaftspodcast@dw.com

Redakteurin am Mikrofon: Insa Wrede
Technik: Thomas Schmidt

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Insa Wrede, DW-Mitarbeiterin
Insa Wrede Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion