Betrugsvorwürfe gegen England und Australien | Sport-News | DW | 28.05.2018
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Cricket

Betrugsvorwürfe gegen England und Australien

Die Cricket-Nationalmannschaften von England und Australien sehen sich mit Betrugsvorwürfen konfrontiert. In einer TV-Dokumentation wird behauptet, dass beide Teams im Jahr 2016 Spiele manipuliert haben sollen.

Bei den großen Cricket-Nationen Australien und England sorgen Betrugsvorwürfe für große Aufregung. In einer Dokumentation des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera wird beiden Mannschaften unterstellt, im Jahre 2016 absichtlich Länderspiele, sogenannte "tests" manipuliert zu haben. Vertreter beider Verbände stritten die Vorwürfe vehement ab. Der Weltverband ICC hat unabhängig davon Ermittlungen aufgenommen.

Wettsyndikate sollen Drahtzieher sein

England soll 2016 absichtlich einen "test" in Indien verloren haben. Verbandschef Tom Harrison versicherte, es lägen keinerlei glaubwürdige Beweise für eine mutmaßliche Bestechung englischer Spieler vor. Bei einem "test" zwischen Australien und Sri Lanka 2016 in Sydney sollen Spieler der Gastgeber den Ausgang der Partie durch eine illegale Veränderung des Spielfeldes beeinflusst haben. Drahtzieher in beiden Fällen sind angeblich Wett-Syndikate.

Der Cricket-Verband von Sri Lanka suspendierte nach dem Bericht von Al Jazeera am Wochenende einen Spieler sowie einen Platzwart, die vor einem bevorstehenden "test" gegen England angeblich den sogenannten "pitch", den entscheidenden Teil des Spielfeldes hatten manipulieren wollen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Weltverband fordert Beweismaterial von Al Jazeera 

Alex Marshall, Chef der Anti-Korruptions-Einheit im Cricket-Weltverband, forderte den TV Sender am Montag zur Übergabe des Materials auf. "Wir befinden uns im Austausch mit dem Broadcaster, der unserer Aufforderung zur Kooperation aber bislang zurückgewiesen hat. Daher fordere ich jetzt das Produktions-Team auf, uns alle Beweismittel zur Verfügung zu stellen", sagte Marshall.

dvo/asz (sid)

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