Beobachter: Syrische Armee vor Offensive in Idlib | Aktuell Nahost | DW | 10.08.2018
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Krieg in Syrien

Beobachter: Syrische Armee vor Offensive in Idlib

Hinweise gibt es seit Wochen. Nun scheint die syrische Armee das letzte Rebellengebiet ins Visier zu nehmen. Neben Toten und Verletzten, die eine Offensive nach sich ziehen würde, dürfte es auch eine Fluchtwelle geben.

Syrien Luftangriffe in Idlib (picture-alliance/AA/E. Diyab)

Rauch nach Angriffen über den Vororten von Idlib. Das Foto entstand an diesem Freitag

Die syrische Armee hat offenbar mit den Vorbereitungen ihrer Offensive gegen das letzte größere Rebellengebiet im Land begonnen. Kriegsbeobachter berichteten, im Nordwesten Syriens habe es Dutzende Luft- und Artillerieangriffe gegeben. Dabei seien unter anderem Kampfflugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz gekommen, erklärte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte. Mindestens 22 Menschen seien getötet worden.

Was Assad will

Die Angriffe richteten sich auf Ziele in den Provinzen Idlib, Hama und Aleppo. Die größte Stadt in diesem von den Rebellen kontrollierten Gebieten ist Idlib. Hunderttausende Rebellen und Extremisten waren nach ihrer militärischen Niederlage aus anderen Rebellengebieten Syriens in diese Provinz gebracht worden. Präsident Baschar al-Assad signalisierte jedoch, dass er letztlich auch dort die Kontrolle wieder übernehmen will.

Es gibt bereits seit einiger Zeit Hinweise auf eine bevorstehende Offensive. Die Regierungstruppen in der Region seien verstärkt worden, heißt es. Am Donnerstag hatte die syrische Armee zudem Flugblätter über den Rebellengebieten abgeworfen. Darin wurden die Menschen aufgefordert, die Wiederherstellung der staatlichen Gewalt zu akzeptieren. Die Vereinten Nationen befürchten, dass die neuen Kampfhandlungen eine weitere Fluchtwelle auslösen können.

ml/cgn (rtr, AFP)

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