News kompakt: Tödliche Schüsse im Touristenort Teotihuacán
21. April 2026
Bei einem Schusswaffenangriff in der mexikanischen Ruinenstadt Teotihuacán ist wenige Wochen vor Beginn der Fußball-WM eine kanadische Touristin getötet worden. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden eröffnete ein bewaffneter Mann aus bislang ungeklärten Gründen das Feuer und nahm sich anschließend selbst das Leben. Mindestens 13 weitere ausländische Besucher wurden verletzt, darunter ein sechsjähriges Kind. Sie kamen in Krankenhäuser.
Laut Sicherheitskabinett stammen die Betroffenen aus Kolumbien, Kanada, Russland, Brasilien und den USA. Sieben Personen erlitten Schussverletzungen, andere wurden bei der Flucht verletzt. Teotihuacán zählt zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Mexikos und ist ein beliebtes Touristenziel.
Neue Verhandlungen zwischen Iran und USA weiter ungewiss
Kurz vor dem Ende der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist weiter unklar, ob die Friedensgespräche zwischen beiden Ländern in dieser Woche fortgesetzt werden. Die US-Delegation unter Vizepräsident JD Vance steht Medienberichten zufolge vor der Abreise nach Pakistan, wo die Verhandlungen potentiell stattfinden sollen. Sprecherin Karoline Leavitt zeigte sich bei Fox News optimistisch und erklärte, sie sehe die USA nahe an einer Einigung.
Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Häfen. Präsident Donald Trump will daran bis zu einem Abkommen festhalten, während Teheran Gespräche an deren Aufhebung knüpft. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf lehnt Verhandlungen unter Druck ab. Der Iran habe nach der Feuerpause neue militärische Mittel in der Hinterhand, erklärte Ghalibaf.
USA bestätigen neue Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon
Die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sollen laut einem Vertreter des US-Außenministeriums am Donnerstag in Washington fortgesetzt werden. Bereits vor einer Woche gab es das erste direkte Treffen der beiden Länder seit Jahrzehnten. Israel strebt laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen an und fordert die Entwaffnung der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Der Libanon hingegen verlangt eine dauerhafte Waffenruhe und den Abzug israelischer Truppen aus dem Süden.
Trotz einer seit Freitag geltenden zehntägigen Waffenruhe kam es zuletzt zu Zwischenfällen. Zuvor hatten sich Israel und die Hisbollah im Schatten des Iran-Kriegs sechs Wochen lang bekämpft.
Amnesty warnt vor globalem Angriff auf Menschenrechte
Amnesty International wirft der US-Regierung einen "systematischen Angriff" auf die Menschenrechte vor. In ihrem aktuellen Jahresbericht macht die Organisation zunehmend autoritär handelnde Regierungen weltweit für eine "Menschenrechtskrise" verantwortlich. Die Deutschland-Generalsekretärin Julia Duchrow sprach von einem "Flächenbrand", der unter US-Präsident Donald Trump entfacht worden sei und global Kräfte stärke, die Menschenrechte missachteten.
Besonders besorgniserregend sei die Lage im Iran: Die Bevölkerung leide zugleich unter äußeren Angriffen sowie innerer Repression, darunter gewaltsame Protestniederschlagungen, willkürliche Haft und eine steigende Zahl von Hinrichtungen. Amnesty fordert daher verstärkte Maßnahmen zur Verhinderung möglicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Deutsches Außenministerium lädt russischen Botschafter wegen Drohungen vor
Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, wegen "direkter Drohungen gegen Ziele in Deutschland" einbestellt. Diese zielten darauf ab, die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und die Geschlossenheit zu testen, erklärte das Außenamt auf der Plattform X. Deutschland lasse sich nicht einschüchtern. Drohungen und Spionage seien "vollkommen inakzeptabel". Details zu den Drohungen nannte das Ministerium zunächst nicht.
Möglicherweise stehen sie im Zusammenhang mit einer Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums. Dieses hatte vergangene Woche angekündigt, europäische Unternehmen mit Ukraine-Bezug ins Visier zu nehmen. Hintergrund sind Pläne Kyjiws, gemeinsam mit Partnern die Drohnenproduktion auszubauen, was Moskau als Eskalation wertet.
Apple-Chef Tim Cook tritt im September zurück
Führungswechsel beim US-Techkonzern Apple: CEO Tim Cook wird seinen Posten Anfang September niederlegen, wie das Unternehmen bekanntgab. Die Nachfolge übernimmt der langjährige Apple-Manager John Ternus. Cook soll künftig den Vorsitz im Verwaltungsrat führen. Cook hatte die Leitung des Unternehmens im Jahr 2011 von Mitgründer Steve Jobs übernommen, der wenige Monate später im Alter von 56 Jahren starb.
Sein Nachfolger Ternus gehört seit 2001 zum Unternehmen und begann im Produktdesignteam. In den vergangenen zwei Jahrzehnten stieg er zum Senior Vice President of Hardware Engineering auf. Apple schreibt ihm maßgebliche Beiträge zur Entwicklung zentraler Produkte zu, darunter iPhone, iPad, Apple Watch und Mac. Der US-Konzern feierte kürzlich sein 50-jähriges Bestehen. Viele seiner Geräte gelten bis heute als Kultprodukte und prägen den globalen Technologiemarkt.
pgr/jj/as (dpa, afp, rtr, Auswärtiges Amt)
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