50 Jahre Metropolitan Opera im Lincoln Center - Das muss gefeiert werden | Musik | DW | 15.09.2016
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Musik

50 Jahre Metropolitan Opera im Lincoln Center - Das muss gefeiert werden

26 Opern, 225 Aufführungen und eine starbesetzte Gala. So feiert die Metropolitan Opera ihr Jubiläum im Lincoln Center, dem New Yorker Kulturzentrum schlechthin.

Bei der Grundsteinlegung des prachtvollen Lincoln Centers im Jahr 1959 war US-Präsident Dwight D. Eisenhower höchstpersönlich mit der Schaufel da. Der Bau des Kulturzentrums auf der heruntergekommenen Westseite Manhattans sollte ein Stück Stadterneuerung sein.

Eine 135-jährige Geschichte

Am 16. September 1966 war es so weit: Die Bühne der Metropolitan Opera, die bei den New Yorkern und der Opernwelt "Met" genannt wird, wurde im Mittelpunkt des Kulturzentrums Lincoln Center feierlich eröffnet - mit einer Aufführung von Samuel Barbers Oper "Antonius und Cleopatra".

Zuvor war die Metropolitan Opera an anderen Spielstätten der Stadt beheimatet. Bereits 1880 wurde sie gegründet und gehört somit zu den ältesten Opernhäusern der Welt. Noch im 19. Jahrhundert wurde etwa Richard Wagners "Ring des Nibelungen" dort aufgeführt.

James Levine Metropolitan Orchestra Archiv 2002. (Foto: Picture alliance / dpa)

Nahezu 40 Jahre lang war James Levine Chefdirigent an der 'Met'

Mit einem Jahresetat von rund 300 Millionen Dollar (267 Millionen Euro) ist die Metropolitan Opera eine der größten Kultureinrichtungen der Welt und die Financial Times bezeichnete Geschäftsführer Peter Gelb sogar als den "mächtigsten Opernmann der Welt".

Für jedermann zugänglich

Für eine weite Verbreitung ihres Angebots, begann die Metropolitan Opera bereits 1931 mit Live-Übertragungen im Radio. Und auch heute gibt es sie noch: die "Saturday Matinee Broadcasts". Sie sind mittlerweile die längste fortlaufende Radioserie in der Geschichte des amerikanischen Rundfunks.

Ebenfalls die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Aufführungen der "Met" zu übertragen und so Menschen weltweit zu erreichen.

Stets am Puls der Zeit, hat das Haus auch den digitalen Wandel nicht verschwitzt: Das "Live in HD"-Programm überträgt Aufführungen in Kinosäle auf der ganzen Welt. Die Erträge federn Einkommensverluste durch sinkende Besucherzahlen ab.

Yannick Nezet-Seguin Dirigent Philadelphia Orchester. (Foto: picture-alliance/AP Photo/M. Rourke)

Levines Nachfolger ab 2020: Yannick Nézet-Séguin

Ein Klassiker eröffnet das Jubiläumsjahr

Am 26. September wird das Jubiläumsjahr mit einer Aufführung von Wagners "Tristan und Isolde" eröffnet. Auf dem Spielplan stehen 26 Opern, sieben von ihnen sind Neuinszenierungen.

Ein Höhepunkt der Saison dürfte die Jubiläumsgala am 7. Mai sein. Angekündigt sind die Starsolisten Plácido Domingo, Renée Fleming und Anna Netrebko. Karten in der günstigsten Kategorie kosten dann knapp 2000 Dollar (etwa 1770 Euro). Das Komplettangebot mit Cocktail-Empfang und Abendessen gibt es für 150 000 Dollar (rund 133 000 Euro). Aber vielleicht ist das ein kleiner Trost: Karten für Standardaufführungen kosten zwischen 25 und 480 Dollar. Und wem selbst das zu teuer ist - der kann einer der Live-Übertragungen im Radio lauschen.

Rf/bb (dpa/metopera.org)

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