Zu wenig zu essen in Nordkorea | Aktuell Asien | DW | 23.10.2019
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Ernährung

Zu wenig zu essen in Nordkorea

Jeder zweite Mensch in Nordkorea ist mangel- oder unterernährt. Das ist das Ergebnis eines UN-Berichts. Dabei ist die Ernährungssituation im Land ist schon lange dramatisch.

Nordkorea Unterernährung Hungerkrise (Getty Images/G. Bourke)

Schon 2004 haben Kinder in Nordkorea unter Unterernährung gelitten

Rund 11 Millionen Nordkoreaner sind unterernährt, konstatiert der UN-Sonderberichterstatter Ojea Quintana vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Er bezeichnet die Lage als "alarmierend". Besonders schlimm ist die Situation für Kinder: 140.000 hätten nicht genug zu essen, 30.000 von ihnen seien einem erhöhten Todesrisiko ausgesetzt, so Quintana.

Verantwortlich dafür machte der UN-Sonderberichterstatter die Wirtschafts- und Agrarpolitik des nordkoreanischen Regimes. Es "verletzt damit seine Verpflichtung für die Menschenrechte". Verschärft werde der Lebensmittelmangel durch die Klimaverhältnisse, unfruchtbares Land, Naturkatastrophen und die negativen Auswirkungen der Sanktionen gegen Pjöngjang.

Was braucht die Bevölkerung?

Die dramatische Situation ist nicht neu: In seiner dreijährigen Amtszeit als Sonderberichterstatter habe er keine Verbesserung der Ernährungslage gesehen. "Die wirtschaftlichen Ressourcen des Landes werden entkoppelt von den Grundbedürfnissen der Bevölkerung." Das öffentliche Verteilungssystem diskriminiere insbesondere Bauern und die Menschen auf dem Land.

Quintana erklärte, dass durch die Planwirtschaft und das Verbot von privatwirtschaftlicher Landwirtschaft die Ernährungskrise sich weiter verschlimmere. Dennoch versuchte eine Mehrheit ihre Produkte auf dem freien Markt zu verkaufen, um zu überleben - auch wenn damit eine Kriminalisierung einhergehe.

fab/pg (kna, ape)

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