Zeitung ″Apple Daily″ in Hongkong fürchtet um Existenz | Aktuell Asien | DW | 21.06.2021
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Asien

Zeitung "Apple Daily" in Hongkong fürchtet um Existenz

Mit ihren Aktionen gegen die Demokratiebewegung und die freie Presse in Hongkong haben die Behörden in der früheren Kronkolonie massive Wirkung erzielt. Nun könnte mit "Apple Daily" eine weitere freie Stimme verstummen.

Hongkong Tageszeitung Apple Daily

Die Print-Ausgaben von "Apple Daily" am vergangenen Freitag

Nach dem Vorgehen der Hongkonger Behörden gegen die der Demokratiebewegung nahestehende Zeitung "Apple Daily" befürchtet deren Leitung deren drohende Schließung. Da die Regierung die Konten der Zeitung eingefroren habe, könnten deren Mitarbeiter nicht mehr bezahlt werden, sagte Manager Mark Simon. Die Sicherheitsbehörden ließen nicht zu, dass die Zeitung ihre Reporter und Händler bezahlten, erläuterte Simon.

500 Beamte gegen 1 Zeitung 

Vergangene Woche waren bei einem Polizeieinsatz mit mehr als 500 Beamten insgesamt fünf führende Mitarbeiter von "Apple Daily" festgenommen und Computer beschlagnahmt worden. Außerdem wurden Vermögenswerte der Zeitung eingefroren. Die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone erklärten, die Zeitung habe zu internationalen Sanktionen gegen Hongkong und die Führung in Peking aufgerufen. Am Wochenende gab es den ersten Gerichtstermin in der Angelegenheit.

Jimmy Lai - der Mann im Hintergrund 

Die Zeitung und ihr inhaftierter Besitzer Jimmy Lai sind Peking wegen ihrer Unterstützung für die Demokratie-Bewegung in Hongkong und ihrer Kritik an der chinesischen Regierung seit langem ein Dorn im Auge.

ml/fab (AFP, rtr)

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