″Women’s March″ in zahlreichen US-Städten | Aktuell Amerika | DW | 19.01.2019
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Protestbewegung

"Women’s March" in zahlreichen US-Städten

Zur Halbzeit seiner ersten Amtszeit sind beim "Women’s March" in den USA erneut Tausende gegen Präsident Trump auf die Straße gegangen. Überschattet wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von internen Kontroversen.

In Washington, New York und anderen US-Städten versammelten sich mehrere Tausend Menschen, vor allem Frauen, um gegen die Politik Donald Trumps zu protestieren. Die Polizei in Washington ging von rund 20.000 Demonstranten aus, in New York kamen mehrere hundert zusammen. Weltweit waren rund 30 ähnliche Märsche geplant.

Die Veranstalter erklärten, der Protest markiere zwei Jahre Widerstand gegen die Präsidentschaft des Republikaners, der in der Vergangenheit mehrfach mit frauenfeindlichen Äußerungen aufgefallen ist.

Washington Women's marches around the world (picture-alliance/newscom/K. Cedeno)

"Pussy Hats" und bunte Schilder sind auch beim dritten "Women's March", hier in Washington, allgegenwärtig

Symbol der Protestaktion ist der sogenannte Pussy Hat, eine Anspielung auf Trumps Äußerung, dank seiner Berühmtheit könne er Frauen jederzeit in den Schritt fassen, wenn er das wolle. Mehrere Teilnehmerinnen trugen zudem Schilder, auf denen Trump als Marionette des russischen Präsidenten Wladimir Putin dargestellt wurde.

Marsch von Vorwürfen gegen Organisatorinnen überschattet

Die im Vergleich zum ersten "Women's March" 2017 niedrige Teilnehmerzahl dürfte unter anderem auf interne Querelen und Kontroversen innerhalb der Protestbewegung zurückzuführen sein. So waren etwa gegen einzelne Mitglieder der nationalen "Women's March"-Organisation Antisemitismus-Vorwürfe erhoben worden.

London Women's marches around the world (picture-alliance/Zuma)

In London wurde zu Ehren der Gewerkschafterin Rose Schneiderman unter dem Motto "Bread and Roses" demonstriert

Im Zuge der Kontroversen hat sich inzwischen eine alternative Bewegung namens "March On" (Marschiert weiter) gebildet; in New York etwa fanden deshalb zwei verschiedene Protestzüge statt. 

"Wir sind mit einigen Dingen, die die Organisatorinnen des Marsches getan haben, nicht einverstanden", sagte eine Demonstrantin aus Denver am Rande der Demonstration in der US-Hauptstadt. Es sei aber wichtiger, "Trump zu zeigen, dass wir noch immer hier sind".

Deutschland Berlin Women's marches around the world (Getty Images/AFP/O. Andersen)

In Berlin fand der diesjährige "Women's March" unter dem Motto "Frauenrechte sind Menschenrechte" statt

2017 noch drei Millionen Demonstranten in den USA

Der "Women's March" hatte erstmals 2017 nach der Amtseinführung Trumps stattgefunden. Damals demonstrierten allein in Washington Hunderttausende Menschen, landesweit gingen rund drei Millionen Menschen auf die Straße. In zahlreichen anderen Ländern, auch in Deutschland, fanden Solidaritätsmärsche statt.

hk/cgn (dpa, afp, rtr)