WM-Vorrunden-Aus für deutsches Eishockeyteam | Sport | DW | 12.05.2018
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Eishockey-WM

WM-Vorrunden-Aus für deutsches Eishockeyteam

Die Olympia-Helden von Pyeongchang kassieren gegen Lettland die vierte Niederlage im fünften WM-Spiel. Deutschlands Eishockeyspieler haben keine Chance mehr, das Viertelfinale zu erreichen.

Elf Wochen nach ihrem überraschenden Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wieder auf dem Boden der Realität gelandet. Das Team um NHL-Star Leon Draisaitl verlor bei der Weltmeisterschaft in Dänemark gegen Lettland mit 1:3 (0:0, 0:1, 1:2) und verspielte mit ihrer vierten Niederlage die letzte Chance auf das Viertelfinale. Mit nur fünf Punkten nach fünf Spielen ist die K.o.-Runde für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) nicht mehr zu erreichen. Der 5:1-Sieg der Finnen gegen Kanada bedeutete für die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm den K.o. nach der Vorrunde. In den letzten beiden Spielen am Sonntag gegen Finnland und am Dienstag gegen Kanada geht es nur noch um die Schlussplatzierung und damit Weltranglistenpunkte.

Nur Kahun trifft

Der Olympiazweite von Pyeongchang, der 2016 und 2017 unter Sturm jeweils das WM-Viertelfinale erreicht hatte, scheiterte trotz eines starken Beginns vor allem wegen seiner schlechten Chancenverwertung. Das einzige Tor erzielte der Münchner Dominik Kahun (49.) zum 1:3-Anschlusstreffer. Für die Letten, die zuletzt viermal in Folge bei Weltmeisterschaften gegen die DEB-Auswahl verloren hatten, trafen Ronalds Kenins (37.), Guntis Galvins (41.) und Andris Dzerins (48.).

Lange Strafe gegen Draisaitl

Mit viel Tempo und Aggressivität ging das Sturm-Team ins Spiel. Harte Checks, konsequentes Forechecking, schnelles und direktes Passspiel setzten die Balten unter Druck. Auch die Paradereihe mit Draisaitl und den Olympiahelden Kahun und Yasin Ehliz ging mit deutlich mehr Geschwindigkeit zu Werke als in den Spielen zuvor. Einziges Manko: Ein Tor sprang im bis dato besten Drittel des deutschen Teams in diesem Turnier nicht heraus. Kurz vor der ersten Pause musste Draisaitl wegen eines Checks gegen den Kopf auf die Strafbank, bis zur Hälfte des zweiten Abschnitts fehlte der NHL-Star der deutschen Mannschaft deshalb.

Nach Großchance der erste Gegentreffer

Der Nürnberger Niklas Treutle, der nach seinen starken Leistungen gegen die USA (0:3) und Südkorea (6:1) erneut im Tor stand, bekam nun mehr Arbeit. Ohne Draisaitl, der in den ersten vier Spielen an acht von zwölf Toren beteiligt war, blieb auch das erste Powerplay erfolglos. Doch die DEB-Auswahl überstand die Strafe des 22-Jährigen schadlos. Die größte Chance zur Führung hatten US-Collegespieler Marc Michaelis und der Berliner Marcel Noebels, die zu zweit vor dem lettischen Tor auftauchten. Der Schläger eines Abwehrspielers verhinderte aber das 1:0 (37.). Quasi im Gegenzug geriet die deutsche Mannschaft in Rückstand, als bei einem Konter die Abwehr unsortiert war. Die Hoffnung auf eine Wende im Schlussdrittel war bereits nach 15 Sekunden zerstört. Beim Schuss von Galvins rutschte Treutle der Puck unter der Fanghand durch. Auf der Gegenseite ließ Draisaitl eine weitere Großchance aus (44.). Dzerins machte dann mit dem dritten Treffer alles klar für die Letten.

sn/ml (sid, dpa)

 

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