WM 2026: FIFA lässt marokkanische Bewerbung zu | Sport-News | DW | 01.06.2018
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WM 2026

WM 2026: FIFA lässt marokkanische Bewerbung zu

Präsident Donald Trump wird nicht amused sein: Der Fußball-Weltverband glaubt nun doch, dass Marokko ein Großereignis wie die WM stemmen kann. Das nordafrikanische Land ist ernsthafter Konkurrent der Nordamerikaner.

Im Kampf um die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 kommt es zur Abstimmung zwischen den Bewerbungen Marokkos und der gemeinsamen Kampagne der USA, Kanadas und Mexikos. Wie Moncef Belkhayat vom Bewerbungskomitee des nordafrikanischen Landes der französischen Nachrichtenagentur AFP mitteilte, sei die marokkanische Kampagne vom Weltverband FIFA zur Abstimmung am 13. Juni zugelassen worden.

"Die Task Force hat heute bestätigt, dass Marokko technisch in der Lage ist, die WM 2026 zu organisieren", erklärte der frühere Sportminister. Marokkanische Medien hatten zuvor berichtet, die Bewerbung sei aufgrund mehrerer Schwachpunkte, darunter logistischer Defizite in den größten fünf Städten des Landes, vor der letzten Hürde gescheitert. Der Weltfußballverband bestätigte spät an diesem Abend, dass sowohl die Bewerbung Marokkos als auch die gemeinsame seitens der USA, Kanada und Mexiko zugelassen werden. Die USA war bereits 1994 WM-Gastgeber, Mexiko richtete die Endrunde 1970 und 1986 aus.

207 Verbände dürfen abstimmen

Abgestimmt wird von den derzeit 207 wahlberechtigten FIFA-Verbänden in Moskau am Tag vor dem Eröffnungsspiel der WM. Zum Sieg reicht die einfache Mehrheit, allerdings ist ausdrücklich auch die Option "Keiner von beiden" vorgesehen. Dann würde die WM neu ausgeschrieben werden.

Erwartet wird in Russland - unabhängig von der Bewertung der Kandidaten durch die FIFA - ein offenes Rennen. Der Großteil der mehr als 50 Verbände der afrikanischen Konföderation CAF haben sich längst für Marokko ausgesprochen, das sich bereits mehrfach um die Ausrichtung des Großereignisses beworben hatte. Eine WM auf dem zweitgrößten Erdteil hatte bislang nur 2010 in Südafrika stattgefunden. Auch aus Asien und Europa dürften einige Verbände für die Nordafrikaner votieren.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sein Wahlverhalten noch nicht beschlossen. Der Weltmeister-Verband werde aber "ausschließlich nach sachlichen Kriterien zu einem Ergebnis kommen", hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel zuletzt gesagt: "Wir lassen uns von politischen Bedingungen nicht beeinflussen."

sw (dpa, AFP, FIFA)

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