USA auf Zickzack-Kurs im Handelsstreit | Aktuell Welt | DW | 03.11.2018
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USA auf Zickzack-Kurs im Handelsstreit

In ihrem Handelskonflikt bemühten sich die USA und China zuletzt um einen moderateren Ton. Plötzlich ist von einem möglichen Handels-Deal die Rede, dann wieder nicht, dann doch wieder. Die Börsen sind irritiert.

Nach einer gegensätzlichen Einschätzung seines Wirtschaftsberaters hat US-Präsident Donald Trump eine Einigung im Handelsstreit mit China in Aussicht gestellt: "Ich denke, wir werden mit China einen Deal machen", erklärte Trump in Washington. Wenn es gelinge, den chinesischen Markt zu öffnen und es zu einem fairen Ausgleich komme, sei er bereit dazu. 

Er werde mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels Ende November in Argentinien zum Abendessen zusammenkommen, kündigte Trump an. Bei Verhandlungen seien große Fortschritte erzielt worden.

Gigantisches Defizit

Trump stört sich insbesondere am Handelsdefizit mit China, das im September einen Rekordwert von gut 40 Milliarden Dollar erreicht hatte. Der Republikaner hat mehrfach beklagt, sein Land werde von der Führung in Peking über den Tisch gezogen. Er wirft der Volksrepublik Technologieklau, Dumpingpreise und andere unfaire Handelspraktiken vor, was China allerdings zurückweist.

Larry Kudlow (picture-alliance/AP Photo/S. Wenig)

Sendete andere Signale als sein Chef: Larry Kudlow

Wirtschaftsberater Larry Kudlow hatte sich kurz vor Trump deutlich pessimistischer geäußert. Weder gebe es ein Angebot der chinesischen Regierung, noch habe der US-Präsident bislang die Erarbeitung eines Abkommens in Auftrag gegeben, sagte Kudlow. Er sei nicht so optimistisch wie noch vor kurzer Zeit, dass der Handelsstreit mit einer Übereinkunft beigelegt werden könne. 

Kudlows Äußerungen bremsten am Freitag die Wall Street aus, die zuvor von der Hoffnung auf eine rasche Einigung mit China getragen worden war. 

wa/haz (rtr, dpa)

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