US-Regierung stoppt Flugverbindungen nach Kuba | Aktuell Amerika | DW | 25.10.2019
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Amerika

US-Regierung stoppt Flugverbindungen nach Kuba

Die Annäherung an Kuba war eine der außenpolitischen Leistungen des früheren US-Präsidenten Obama. Sein Nachfolger Trump will von dieser Politik bekanntlich nichts wissen - und macht nun wieder einen Schritt zurück.

Kuba | Flughafen in Havanna (picture-alliance/dpa/AP Photo/R. Espinosa)

Der internationale Flughafen von Havanna

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump schränkt Reisen nach Kuba weiter ein: Mit Ausnahme des Flughafens der Hauptstadt Havanna würden künftig keine Flughäfen in dem Karibikstaat mehr von US-Fluggesellschaften angeflogen, teilte das Außenministerium in Washington mit. Die Fluggesellschaften hätten 45 Tage Zeit, um den Liniendienst zu den insgesamt neun betroffenen Airports in dem kommunistisch regierten Land einzustellen. Die Anweisung, die bis auf Weiteres gelte, habe die US-Transportbehörde auf Aufforderung von Außenminister Mike Pompeo erlassen.

Kuba | Flughafen in Havanna (picture-alliance/dpa/AP Photo/R. Espinosa)

Vergangenheit: Bodenpersonal in Santa Clara begrüßt einen JetBlue-Flug aus den USA

Das Außenministerium erklärte weiter, mit der Maßnahme solle der Zufluss von Devisen durch Reisende aus den USA eingeschränkt werden. Zur Begründung hieß es, die kubanische Regierung sei verantwortlich für die Unterdrückung des eigenen Volkes und unterstütze die "illegitime" Regierung von Nicolás Maduro in Venezuela. Trump hat Maduros Widersacher Juan Guaidó als legitimen Interimspräsidenten anerkannt.

Überweisungen eingeschränkt

Mit den neuen Maßnahmen gegen Kuba dreht Trump die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama ein weiteres Stück zurück. Bereits im Juni hatte die US-Regierung verfügt, dass US-Bürger nicht mehr mit Kreuzfahrt- oder anderen Passagierschiffen, mit Segeljachten oder mit Privat- oder Firmenflugzeugen nach Kuba reisen dürfen. Auch Gruppen-Bildungsreisen aus den USA in das Land Castros wurden nicht mehr gestattet. Erst im vergangenen Monat hatte die US-Regierung Überweisungen nach Kuba eingeschränkt. Menschen in den USA dürfen seitdem pro Vierteljahr nur noch maximal 1000 US-Dollar an Familienangehörige in Kuba schicken.

ml/kle (dpa, rtre)

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