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PolitikAfrika

UN warnen vor neuen "Gräueltaten" im Sudan

21. Juni 2026

Seit mehr als drei Jahren tobt im Sudan ein Bürgerkrieg. Nun steht der Kampf um eine weitere Großstadt bevor. Der UN-Sicherheitsrat ist in großer Sorge.

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Südsudan Renk 2024 | Flüchtlinge aus dem Sudan warten auf Transport ins Transitlager
Drei Jahre Bürgerkrieg haben im Sudan eine humanitäre Katastrophe verursacht. Es ist die laut UN aktuell größte Katastrophe dieser Art weltweit (Archivbild)Bild: Eva-Maria Krafczyk/dpa/picture alliance

Angesichts eines drohenden Vorrückens der Miliz RSF (Rapid Support Forces) auf die sudanesische Stadt Al-Obeid warnen die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats vor Gräueltaten und einer sich noch weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen forderte die Miliz auf, keine Bodenoffensive zur Einnahme der Großstadt im Bundesstaat Kordofan im Sudan zu starten.

Gewaltexzesse dürfen sich nicht wiederholen

Erst am Donnerstag hatten UN-Generalsekretär António Guterres und der Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, Volker Türk, an die internationale Gemeinschaft appelliert, auf die Konfliktparteien einzuwirken, um weiteres Blutvergießen in dem nordostafrikanischen Land zu vermeiden.

Sudan Khartum 2023 | Kämpfer der Rapid Support Forces im Osten von Khartum
Kämpfer der RSF-Miliz, hier eine Archivaufnahme aus Sudans Hauptstadt KhartumBild: Rapid Support Forces/AFP

Er mahnte, es dürfe in Al-Obeid nicht erneut zu Gräueltaten kommen wie bei der Einnahme von Al-Faschir in Darfur durch die RSF-Miliz Ende vergangenen Jahres. Damals wurden nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros innerhalb von drei Tagen mehr als 6000 Menschen getötet. 

Millionen Menschen sind auf der Flucht

Im sudanesischen Bürgerkrieg kämpfen die Regierungsarmee SAF von De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und die Miliz RSF unter Mohamed Hamdan Daglo um die Vorherrschaft im Land. Die UN sprechen von der aktuell weltweit größten humanitären Krise. Mehr als 11,5 Millionen Menschen wurden durch den Krieg vertrieben, etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes ist von Hunger bedroht. Menschenrechtsorganisationen werfen beiden Konfliktparteien schwere Verbrechen vor.

Der Sudan ist der drittgrößte Flächenstaat Afrikas. Die Einwohnerzahl liegt bei rund 48 Millionen.

haz/fab (dpa, afp)

Redaktionsschluss 17.30 Uhr (MESZ). Dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert! 

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