UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest | Aktuell Asien | DW | 13.02.2017
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Nordkorea

UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkoreas Raketentest

In einer Dringlichkeitssitzung hat der UN-Sicherheitsrat in New York den jüngsten Raketenversuch Nordkoreas scharf kritisiert. Gleichzeitig wurden der Regierung in Pjöngjang "weitere bedeutende Maßnahmen" angedroht.

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UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkorea wegen Raketentests

Das Treffen war auf Bitten Japans, Südkoreas und der USA kurzfristig anberaumt worden und fand hinter verschlossenen Türen statt. In einer gemeinsamen Mitteilung des Rates, die die schwedische UN-Vertretung per Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte, heißt es, der Test sei eine "ernsthafte Verletzung" der Resolutionen des Gremiums. Dem Text, der von den USA vorgelegt wurde, stimmten alle Mitglieder zu - auch China als enger Verbündeter Nordkoreas. 

UN-Generalsekretär António Guterres forderte die Führung in Pjöngjang dazu auf, ihre internationalen Verpflichtungen einzuhalten und sich auf den Pfad der nuklearen Abrüstung zu begeben. Inwiefern bei dem Treffen auch neue Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Regime beschlossen wurden, ist noch unklar. Nordkorea wurden "weitere bedeutende Maßnahmen" angedroht, zu denen aber keine Details genannt wurden. Der Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen das Land nach dessen fünftem und bisher stärkstem Atomtest im September verschärft.

Nordkorea Raketentest (picture-alliance/AP Photo/A. Young-Joon)

Das südkoreanische Fernsehen zeigt Fotos vom Start der Rakete im Nachbarland

Nach Angaben Nordkoreas wurde bei dem Test am Sonntag eine "ballistische Mittel-Langstrecken-Rakete Pukguksong-2" gestartet, bei der es sich um einen neuen Typ eines strategischen Waffensystems gehandelt habe. Machthaber Kim Jong Un habe die Vorbereitungen für den Start der Boden-Boden-Rakete vor Ort selber geleitet und sich mit dem Testergebnis zufrieden gezeigt.

Nach Angaben des südkoreanischen Militärs war die Rakete nach dem Start im Westen Nordkoreas rund 500 Kilometer weit geflogen und dann ins Japanische Meer gestürzt. Das südliche Nachbarland spricht nach dem jüngsten Flugversuch von einer ernsthaften Sicherheitsbedrohung für die eigene Bevölkerung. Auch Japan sieht Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm als große Gefahr. Beide Länder befüchten, dass Nordkorea in absehbarer Zeit Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern entwickeln wird.

djo/hk (ap, dpa, rtr)

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