Russen überziehen Ukraine mit tödlichem Waffenmix
25. April 2026
Mit einem tödlichen Waffenmix hat das russische Militär einmal mehr etliche Städte in der Ukraine attackiert. In beinahe allen Landesteilen wurde in der Nacht zum Samstag Luftalarm ausgelöst. Aus Dnipro und Charkiw wurden schwere Explosionen gemeldet; auch die Hauptstadt Kyjiw wurde angegriffen. Es habe mindestens fünf Tote und etliche Verletzte gegeben.
Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber kurz nach Mitternacht (Ortszeit) aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer Marschflugkörper abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen - wohl um die ukrainische Flugabwehr zu überlasten.
In ihrer Bilanz am Samstagmorgen sprach die ukrainische Armee von insgesamt 619 feindlichen Drohnen sowie 47 Raketen und Marschflugkörpern verschiedener Typen. 580 Drohnen wurden demnach abgefangen. Von den Marschflugkörpern Ch-101 und ballistischen Raketen Kalibr seien die meisten ausgeschaltet worden, heißt es. Kein wirksames Mittel hat die Ukraine allerdings gegen Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander-M.
Das russische Verteidigungsministerium teilte seinerseits mit, in der Nacht habe man 127 ukrainische Drohnen abgefangen. Gemeldet wurden Angriffe auf die Wolga-Region, aber auch weit im Osten auf die Städte Perm und Jekaterinburg am Ural.
Drohnentrümmer in Rumänien
Das NATO-Land Rumänien berichtete von Sachschäden durch Drohnentrümmer. Sein Verteidigungsministerium teilte mit, in der südöstlich gelegenen Stadt Galati seien ein Strommast und ein Gebäude beschädigt worden.
Das Ministerium in Bukarest verurteilte Russlands Vorgehen als unverantwortlich: "Solche Vorfälle belegen den mangelnden Respekt der Russischen Föderation vor dem Völkerrecht und gefährden nicht nur die Sicherheit der rumänischen Bürger, sondern auch die kollektive Sicherheit der NATO." Rumänien teilt eine gut 600 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine.
wa/fab (dpa, rtr, afp)