Trump springt den notleidenden Jemeniten bei | Aktuell Nahost | DW | 06.12.2017
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Humanitäre Katastrophe

Trump springt den notleidenden Jemeniten bei

US-Präsident Trump hat Saudi-Arabien unmissverständlich aufgefordert, uneingeschränkte humanitäre Hilfslieferungen in den Jemen zuzulassen. Auch "Ärzte ohne Grenzen" fordert Schutz für medizinische Einrichtungen.

Die Menschen in dem Land bräuchten dringend Nahrung, Trinkwasser, Treibstoff und Arzneimittel. "Dies muss aus humanitären Gründen sofort passieren", heißt es in einer Stellungnahme des US-Präsidenten. Saudi-Arabien führt eine von den USA gestützte Militärintervention im Jemen, nachdem 2015 pro-iranische Huthi-Rebellen die Macht über die Hauptstadt Sanaa übernahmen. Das Land schlingert seither immer weiter in eine humanitäre Katastrophe.

Leere Versprechungen

Die saudisch-geführte Militärkoalition hatte vor einem Monat Häfen und Flughafen blockiert, nachdem Ende November Riad eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen hatte. Ende November kündigten die Saudis dann nach internationalem Druck an, den Zugang für Hilfslieferungen wieder zu ermöglichen. Das Weiße Haus begrüßte dies damals. Es waren jedoch nicht ausreichend Taten gefolgt.

Zugang zu Krankenhäusern ermöglichen

Auch "Ärzte ohne Grenzen" beklagt die Lage nach den andauernden heftigen Kämpfen in Sanaa, insbesondere nach dem Tod von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh. Eine Blockade auf Importe von Hilfsgütern verschlimmere die Lage der Menschen weiter. "Medizinische Einrichtungen wurden in diesem Konflikt immer wieder angegriffen", erklärte der Koordinator von Ärzte ohne Grenzen, Steve Purbrick. Trotzdem unternähmen die Kriegsparteien nichts, um medizinische Einrichtungen zu schützen.

Von den 27 Millionen Einwohnern im Jemen sind nach UN-Angaben zwei Drittel auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Neben der Hungerkatastrophe droht eine Cholera-Epidemie.

fab/cgn (dpa, kna, afpe)

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