Thunberg: ″Wir sind nicht zu stoppen″ | Aktuell Welt | DW | 21.09.2019
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Fridays for Future

Thunberg: "Wir sind nicht zu stoppen"

Selten sind die Gesichter bei den Vereinten Nationen so jung - doch die Teilnehmer des Jugendklimagipfels in New York sind nicht weniger energisch als Staatenlenker. Weil es ihnen ums Ganze geht.

Greta Thunberg hat von den führenden Politikern der Welt gelernt. Sie setzt Ausrufezeichen! Sie spricht in klaren, markanten Sätzen. Und sie wiederholt diese Botschaften, damit die Zuhörer sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen.

So sagt die 16-Jährige in ihrer kurzen Ansprache beim UN-Jugendklimagipfel genau das, was sie schon am Vortag mit beinahe den gleichen Worten ausgedrückt hatte - und wieder ist es eine Mischung aus Zuversicht und Drohung. Zuversicht an die Adresse derer, die mit ihr auf der ganzen Welt demonstrieren, die für energische Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel eintreten - und eine leise Drohung an alle, die glauben, die Schülerinnen und Schüler seien nur Teil einer kurzfristigen Empörungswelle, die alsbald wieder abebbe. "Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind - und dass uns junge Leute niemand stoppen kann."

USA Greta Thunberg in NewYork
Greta Thunberg deltar på FN klimat toppmöte för unga i... (picture-alliance/TT NYHETSBYRÅN/P. Lundahl )

"Ich ermutige euch, weiterzumachen": António Guterres

Etwa 700 Teilnehmer wurden zu dem Treffen erwartet. Es ist der kleine Gipfel vor dem großen. Die jugendlichen Delegierten sollen Vorschläge für den Klimaschutz machen, die am Montag den Staats- und Regierungschefs bei ihrem Klimagipfel, ebenfalls in New York, vorgelegt werden. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel will dabei sein.

"Ein neuer Impuls"

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, schaut schon an diesem Samstag vorbei. Er will vor allem eines: zuhören. Trotzdem hält auch er eine kurze Ansprache - mit einer Mahnung an die für den Wochenanfang erwarteten Gäste: "Das ist eines der Probleme der weltweiten Anführer, dass sie zu viel reden und nicht genug zuhören." Noch vor einigen Jahren habe er sich entmutigt gefühlt angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der schwachen Reaktion der Politiker. "Und plötzlich habe ich gespürt, dass da ein neuer Impuls war. Der kam zu einem großen Teil von der Jugendbewegung", sagt Guterres.

USA Greta Thunberg in NewYork (picture-alliance/Pacific Press/L. Radin)

"Zusammen sind wir nicht aufzuhalten": Greta Thunberg mit Demonstranten am Freitag in New York

Dann folgt noch ein klares Bekenntnis. Einige Leute hätten ihn gewarnt, vorsichtig mit der Unterstützung der jungen Aktivisten zu sein. "Ich bin aber überhaupt nicht vorsichtig", so der 70-jährige UN-Generalsekretär. "Ich ermutige euch, weiterzumachen." Und auch Guterres belässt es nicht bei der Zuversicht, sondern fügt wiederum eine leise Drohung an: Seine eigene Generation müsse für ihren Umgang mit der Klimakrise zur Rechenschaft gezogen werden.

jj/hf (dpa, afp)

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