Terrorverdacht in Amsterdam | Aktuell Europa | DW | 31.08.2018
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Niederlande

Terrorverdacht in Amsterdam

Ein Mann sticht im Amsterdamer Bahnhof zwei Menschen nieder. Die Polizei prüft nun, ob ein terroristisches Motiv vorliegt. Der Täter stammt aus Afghanistan, hat aber eine deutsche Aufenthaltserlaubnis.

Man stehe daher mit den deutschen Behörden in intensivem Kontakt, um mehr Klarheit über ein mögliches terroristisches Tatmotiv zu bekommen, so die niederländischen Behörden.

Die Polizei habe den Eindruck gewonnen, dass der Mann die beiden Personen, die er in der Halle des Hauptbahnhofs niederstach, nicht bewusst oder mit einer besonderen Absicht ausgewählt habe. Die beiden Opfer wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde durch die Schüsse, mit denen die Polizei ihn stoppte, nicht lebensgefährlich im Unterleib verletzt, hieß es. Nach der Tat war der Bahnhof kurzzeitig gesperrt worden. Es gab zahlreiche Verspätungen.

Anschlag in den Niederlanden (Getty Images/AFP/R. de Waal)

Kurzzeitig war das Gelände des Bahnhofs Amsterdam nach der Attacke abgesperrt

Wilders im Visier

Erst am Donnerstag war ein 26 Jahre alter Pakistaner in Den Haag festgenommen worden, weil er in einem Video per Facebook angekündigt hatte, er wolle einen Anschlag auf den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders verüben. Grund dafür seien Wilders Pläne, einen Wettbewerb für Karikaturen des Propheten Mohammed zu veranstalten. Wilders hatte wenig später erklärt, er habe den für November geplanten Wettbewerb gestoppt. Er wolle nicht, "dass der Wettbewerb "als Entschuldigung für islamistische Gewalt gebraucht wird".

Der Karikaturenwettbewerb hatte in islamischen Staaten zum Teil heftige Proteste hervorgerufen. Die radikalislamischen Taliban forderten gar einen Angriff auf die in Afghanistan stationierten niederländischen Soldaten.

cgn/qu (ap, dpa, rtre)

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