Taliban wollen Feuerpause nicht verlängern | Aktuell Nahost | DW | 17.06.2018
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Afghanistan

Taliban wollen Feuerpause nicht verlängern

Die Ruhe war nur von kurzer Dauer: Mit der Entscheidung, den dreitägigen Waffenstillstand nicht weiter zu führen, lehnen die radikal-islamischen Taliban auch ein Friedensangebot des afghanischen Präsidenten ab.

Afghanistan Taliban feiern Waffenstillstand mit Einwohnern in Kabul (Getty Images/AFP/N. Shirzada)

Auch die Taliban feierten die Waffenruhe - wie hier in den Straßen von Jalalabad

Der Sprecher der Gruppe, Sabihullah Mudschahid, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir planen keine Verlängerung des Waffenstillstandes. Er endet heute."

Damit lehnen die Taliban auch ein Friedensangebot von Präsident Aschraf Ghani ab, der am Samstag angekündigt hatte, die Feuerpause der Regierung auszuweiten. Sie sollte ursprünglich nur bis zum 20. Juni andauern. Ghani bat auch die Taliban, nicht weiter zu kämpfen, sondern zu verhandeln. Die USA, die EU, die UN und viele Regierungen, darunter die deutsche, begrüßten das Angebot.

Gemeinsame Feiern

Die Taliban hatten nach der zunächst einseitig erklärten Waffenruhe der Regierung drei friedliche Tage über die Eid-Feiertage von Freitag bis Sonntag angeboten. Der Mini-Frieden hielt weitgehend und wurde auch am Sonntag noch von Millionen Afghanen begeistert begrüßt.

Afghanistan Taliban feiern Waffenstillstand mit Einwohnern in Kabul (Reuters/M. Ismail)

Ungewöhnlicher Fototermin: Afghanen machen Selfies mit einem Taliban

Landesweit trafen Taliban, Sicherheitskräfte und Zivilisten für gemeinsame Gebete und Feiern zusammen. Unbewaffnete Kämpfer kamen sogar in die Hauptstadt.

jmw/sti (dpa, afp)

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