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KonflikteNordkorea

Südkorea: Nordkorea feuert mehrere Marschflugkörper ab

24. Januar 2024

Die selbst ernannte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mehrere Marschflugkörper abgeschossen. Die Cruise Missiles sollen ins Gelbe Meer gestürzt sein.

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Nordkorea testet Marschflugkörper
Ein südkoreanischer Fernsehsender zeigt einen mutmaßlichen Start eines nordkoreanischen MarschflugkörpersBild: JUNG YEON-JE/AFP

Die Lenkflugkörper seien am Mittwochmorgen (Ortszeit) erfasst worden, teilte der Generalstab in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit. Weitere Details würden in Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten analysiert.

Nordkorea unterliegt wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms internationalen Sanktionen. Im Gegensatz zu ballistischen Raketen sind Tests von Marschflugkörpern nicht von den UN-Verbotsbeschlüssen gegen das weithin isolierte Land betroffen. Solche Waffen können aber ebenfalls für den Einsatz nuklearer Gefechtsköpfe genutzt werden. Anders als ballistische Raketen verfügen Lenkflugkörper über einen permanenten eigenen Antrieb.

Derzeit wachsen die Spannungen in der Region. Nordkorea hatte schon in den vergangenen zwei Jahren den Umfang seiner Tests mit Raketen und Lenkflugkörpern deutlich erhöht und die Rhetorik gegen die Regierungen in Südkorea und den USA verschärft. Machthaber Kim Jong Un rief mehrfach zu verstärkten Kriegsvorbereitungen auf. Zudem will er die Waffenentwicklung ausweiten, darunter auch jene von taktischen Atomwaffen. Als Reaktion darauf haben Südkorea, Japan und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit verstärkt und gemeinsame Militärübungen abgehalten.

Nordkorea lädt Putin ein

Erst am Sonntag hat Nordkorea den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut zu einem Besuch eingeladen. Nordkorea "ist bereit, den engsten Freund des koreanischen Volkes mit größter Aufrichtigkeit zu begrüßen", sagte Außenministerin Choe Son Hui nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA bei einem Treffen mit Putin in Moskau. Der russische Staatschef habe seine "Bereitschaft ausgedrückt", Nordkorea "bald" zu besuchen, berichtete KCNA weiter. Russland habe sich außerdem "zutiefst dankbar" für die nordkoreanische Unterstützung für die "Spezialmilitäroperation" in der Ukraine gezeigt.

Nord- und Südkorea – siebzig Jahre im Kalten Krieg

Pjöngjang und Moskau sind traditionell Verbündete und haben ihre Beziehungen in der jüngeren Vergangenheit ausgebaut. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un unternahm im September eine seltene Auslandsreise, um im Fernen Osten Russlands mit Putin zusammenzutreffen. Dabei lud Kim Putin nach Nordkorea ein. Staaten wie die USA und Südkorea werfen Nordkorea vor, Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Waffen und Munition zu unterstützen.

kle/sti (dpa, afp)