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KonflikteNahost

Straße von Hormus: Feuer auf Tankschiff nach Angriff

7. Juli 2026

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus sollte sich nach dem Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA normalisieren. Doch vor der Küste Omans wurde wieder ein Tanker von einem "unbekannten Projektil" getroffen.

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Oman Khasab 2026 | Blick auf die Straße von Hormus
Frachtschiffe in der Straße von Hormus, vor der Küste Omans (20.06.2026) Bild: Wen Xinnian/Xinhua/IMAGO

Die Crew eines Tankers, der vor der Küste Omans in der Straße von Hormus unterwegs war, hat einen Angriff auf ihr Schiff gemeldet. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf die Schiffsbesatzung mit. Das Handelsschiff sei rund acht Seemeilen vor dem omanischen Küstenort Lima von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Verletzt worden sei niemand. "Schiffen wird geraten, mit Vorsicht zu fahren und verdächtige Aktivitäten zu melden."

Irans Staatsfernsehen: Flüssigerdgastanker ignoriert Warnungen

Wer hinter dem Angriff steckt, blieb zunächst unklar. Irans Staatsfernsehen berichtete, der Flüssigerdgastanker sei angegriffen worden, nachdem er Warnungen ignoriert habe. Er soll in Katar Gas geladen haben. Die Islamische Republik übernahm damit jedoch nicht direkt die Verantwortung für die Attacke.

Die Staatsführung in Teheran hat wiederholt erklärt, nur eine von ihr genehmigte Route durch die strategisch bedeutende Meerenge am Persischen Golf sei sicher. Iran steht im Verdacht, in jüngster Zeit auch andere Schiffe angegriffen zu haben, die eine andere Strecke nahe der omanischen Küste nutzten.

Erst am Donnerstag bekräftigte das iranische Militär nochmals den Anspruch, dass die Kontrolle über die Straße von Hormus allein Iran gebühre. Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die von der Islamischen Republik festgelegte Route zu benutzen, hieß es in einer Erklärung der Militärführung, die iranische Medien verbreiteten. "Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet", hieß es weiter.

Wohl sogar zwei Tanker mit Raketen angegriffen

Das amerikanische Nachrichtenportal "Axios" berichtet jetzt unter Berufung auf zwei US-Beamte, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Frachter abgefeuert. Einer der Beamten sagte demnach, zwei Schiffe seien durch den Beschuss stark beschädigt worden. Eine offizielle Reaktion der US-Regierung blieb zunächst aus.

Iran Straße von Hormus 2026 | Schnellboot der Revolutionsgarden nähert sich einem Frachtschiff
Ein Schnellboot der Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht Irans, nähert sich einem Frachter in der Straße von Hormus (April 2026) Bild: Meysam Mirzadeh/Tasnim News Agency/AP Photo/picture alliance

Vor guter einer Woche hatte ein ähnlicher Vorfall zu einer militärischen Reaktion der USA gegen Ziele in Iran geführt. Dabei seien unter anderem Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur angegriffen worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit.

Straße von Hormus ist zentraler Punkt im Rahmenabkommen

Die Straße von Hormus gilt als bedeutende Route für den weltweiten Öl-, Gas- und Düngemittelhandel. Ihre Wiederöffnung ist Teil des Rahmenabkommens zwischen Washington und Teheran, das Mitte Juni geschlossen wurde. Die USA fordern freie Durchfahrt für alle Schiffe ohne Gebühren. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf Ziele in Iran Ende Februar hatten die iranischen Revolutionsgarden die Meerenge weitgehend abgeriegelt.

USA Washington D.C. 2026 | Donald Trump
US-Präsident Donald Trump warnte am Montag: Ich würde lieber eine Einigung erzielen, weil ich 91 Millionen Menschen (in Iran) nicht in Mitleidenschaft ziehen willBild: Jim Loscalzo/ZUMA/IMAGO

Die USA sind bestrebt, die Verhandlungen mit Iran voranzutreiben, um den am 28. Februar begonnenen Krieg endgültig zu beenden. Derzeit sind die Gespräche wegen der mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Ajatollah Ali Chamenei unterbrochen. Chamenei war am 28. Februar bei einen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt Teheran getötet worden.

se/pgr (dpa, ap, afp, rtr)

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