″Sterben im Mittelmeer muss beendet werden″ | Aktuell Europa | DW | 22.07.2018
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Migration

"Sterben im Mittelmeer muss beendet werden"

Der Appell des Papstes war eindringlich: Vor 25.000 Gläubigen forderte das Kirchenoberhaupt die internationale Gemeinschaft auf, Flüchtlingsdramen im Mittelmeer zu verhindern. Malta meldete eine neue Rettungsaktion.

Die "dramatischen Nachrichten der vergangenen Wochen über verunglückte, mit Migranten beladene Boote in den Gewässern des Mittelmeeres dürfen sich nicht wiederholen", sagte Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom. Franziskus bekundete "Schmerz angesichts solcher Tragödien". Er bete für die Verschollenen und für ihre Familien. Von der internationalen Gemeinschaft forderte der Papst ein entschiedenes und schnelles Handeln.

Derweil reißen die Meldungen über Migranten auf Booten im Mittelmeer nicht ab. In einer nächtlichen Rettungsaktion hat der maltesische Küstenschutz 19 Migranten in Seenot aus dem Mittelmeer gerettet.

Papst Franziskus (picture-alliance/Catholic Press Photo)

Papst Franziskus fordert entschiedenes und schnelles Handeln bei den Flüchtlingsdramen im Mittelmeer (Archivbild)

Wie die maltesischen Streitkräfte mitteilten, war das aus Libyen kommende Boot rund 50 Seemeilen südlich von Malta gekentert. Ein Schiff und ein Flugzeug der Küstenwache hätten die Migranten innerhalb von Maltas Such- und Rettungszone lokalisiert. Das Boot sei gekentert, kurz nachdem die Migranten mit Schwimmwesten versorgt worden seien. Zwei zunächst vermisste Insassen seien schließlich entdeckt und ebenfalls gerettet worden.

Mittelmeer: Im Juni kamen 564 Menschen ums Leben

In den internationalen Gewässern nahe der libyschen Küste ist die Seenotrettung durch private Helfer und EU-Schiffe weitgehend zum Erliegen gekommen. Die italienische Regierung hatte mehrfach Schiffe mit geretteten Bootsflüchtlingen blockiert und Hilfsorganisationen die Einfahrt in Häfen verwehrt. Seit Jahren machen sich Flüchtlinge von Libyen aus auf den Weg über das Mittelmeer in die Europäische Union. Bei der gefährlichen Überfahrt in nicht seetauglichen Booten kamen allein im Juni nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 564 Menschen ums Leben - mehr als in jedem anderen Monat in den vergangenen Jahren.

nob/uh (kna, dpa, afp)

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