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Gesundheitliche Probleme zwingen ISS-Crew zur Rückkehr

15. Januar 2026

Erstmals in der Geschichte der ISS hat die NASA eine Crew wegen eines medizinischen Problems vorzeitig aus dem All zur Erde zurückgeholt. Wer von den vier Raumfahrern betroffen ist, wurde nicht bekannt.

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Bergung der SpaceX Dragon Endurance nach Wasserung im Pazifik
Die Raumkapsel mit den vier Astronauten konnte sicher im Meer vor der Küste Kaliforniens aufsetzenBild: Keegan Barber/NASA/Planet Pix/ZUMA/picture alliance

Mit einem "Crew Dragon" des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk landeten die vier Astronauten in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) vor der Küste des US-Bundesstaates Kaliforniens, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde NASA zeigen.

Im All seit mehr als fünf Monaten

Die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Raumfahrer Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow waren seit Anfang August an Bord der Internationalen Raumfahrtstation ISS und hätten dort eigentlich noch ein paar Wochen bleiben sollen. In der vergangenen Woche hatte die NASA jedoch einen Außeneinsatz an der ISS wegen gesundheitlicher Probleme eines Crew-Mitglieds kurzfristig abgesagt – und dann mitgeteilt, dass sie wegen des Problems die komplette vierköpfige Crew vorzeitig zurück zur Erde holen werde.

Offizielles Porträt der NASA SpaceX Crew-11 Mission zur ISS
Das ist die Crew 11, die vorzeitig zurückgeholt wurde. Wer von ihnen gesundheitliche Probleme hat, gab die NASA nicht bekannt.Bild: Robert Markowitz/NASA

Zur Identität des Crew-Mitglieds und zu Details der gesundheitlichen Probleme wollte sich die NASA nicht äußern. Das Mitglied der "Crew 11" sei in stabilem Zustand, hieß es lediglich.

"Richtige Entscheidung"

Der medizinische Chef der NASA, James Polk, sprach von einem "weiterhin bestehenden Risiko" und einer "noch ungeklärten Diagnose". Das seien die Gründe für die Entscheidung, die Besatzung früher als ursprünglich geplant zurückzuholen.

US-Astronaut Mike Fincke hatte kürzlich zwar versichert, allen an Bord der ISS gehe es "gut". Die Crew habe sich aber "bewusst dafür entschieden, die notwendigen medizinischen Untersuchungen am Boden ausführen zu lassen, wo alle diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen". Finke ergänzte: "Es ist die richtige Entscheidung, auch wenn sie uns etwas Wehmut bereitet."

haz/pg (dpa, afp, rtr)

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