Sojus-Rakete startet ohne Probleme | Wissen & Umwelt | DW | 25.10.2018
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Raumfahrt

Sojus-Rakete startet ohne Probleme

Zwei Wochen nach dem Fehlstart einer Sojus-Rakete hat Russland mit einem solchen System einen Militärsatelliten erfolgreich ins All geschickt. Über die Ursache des Fehlstarts gibt weiterhin nur Vermutungen.

Es war gewissermaßen der - erfolgreiche - Kampf um den guten Ruf der Sojus-Raketen: Um 2.15 Uhr (Ortszeit) hob die Trägerrakete russischen Medienberichten zufolge ohne Zwischenfälle vom Weltraumbahnhof Plessezk im Norden des Landes ab.

Das Verteidigungsministerium habe bekanntgegeben, alles sei nach Plan verlaufen. Start und Flug der unbemannten Rakete mit dem Aufklärungssatelliten seien überwacht worden.

Russland Archangelsk Start der Soyuz-2.1b Rakete (picture-alliance/TASS/S. Medvedev)

Kontrollzentrum in Plessezk

Ursache für Absturz möglicherweise geklärt

Mitte Oktober war es beim Flug einer Sojus-Trägerrakete zur Internationalen Raumstation ISS zu einem Unfall gekommen. Er passierte etwa zwei Minuten nach dem Start vom Weltraumgelände Baikonur in Kasachstan bei der Abtrennung der ersten von der zweiten Stufe.

Russische Medien hatten gemeldet, die Trägerrakete könnte bei der Endmontage in Baikonur beschädigt worden sein. Die Raumfahrer Alexej Owtschinin aus Russland und der US-Amerikaner Nick Hague überlebten dank des eingebauten Rettungssystems unverletzt. Die Besatzung der ISS ist trotz des gescheiterten Versorgungsfluges gut gerüstet für ihre Zeit im All - jedoch wird sich ihr Einsatz nun vermutlich verlängern. 

Zuverlässiger Dauerflieger

Russland hatte nach dem Vorfall angekündigt, schnell wieder Raketen ins All zu bringen. Der nun erfolgte Start der Sojus-Rakete vom überwiegend militärisch genutzten Weltraumbahnhof Plessezk sollte nach früheren Angaben zeigen, dass Raketen dieser Baureihe keine grundsätzlichen Probleme haben.

Obwohl es in jüngster Zeit zwei besorgniserregende Vorfälle mit Sojus-Raketen gab - im September ein gefundenes und schlampig verschlossenes Loch in der Außenwand und vor zwei Wochen den Fehlstart - bleibt die Sojus das am häufigsten genutzte und erfolgreichste Raumschiff der Raumfahrtgeschichte. In diesem Jahr sind russischen Angaben zufolge bereits drei Trägerraketen vom Typ Sojus-2 von Plessezk abgehoben.

 

mak/cvo

 

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