Simone Veil im Panthéon beigesetzt | Aktuell Europa | DW | 01.07.2018
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Holocaust-Überlebende

Simone Veil im Panthéon beigesetzt

Ein Jahr nach ihrem Tod findet die französische Holocaust-Überlebende und Frauenrechtlerin Simone Veil in der Ruhmeshalle in Paris ihre letzte Ruhestätte. Tausende erweisen ihr noch einmal die Ehre.

Frankreich Paris Bestattung von Simone Veil (Reuters/M. Ludovic)

Aufgebahrt im Panthéon-Mausoleum: Simone Veil und ihr Ehemann Antoine

Simone Veil habe Frankreich größer und stärker gemacht. Sie habe gegen die Barbarei gekämpft und sei bis heute ein Vorbild, sagte Staatspräsident Emmanuel Macron. In seiner Ansprache erinnerte Macron an Veils großes Ansehen und ihre enorme Popularität. Die Beisetzung im Panthéon sei "das, was das gesamte französische Volk wollte".

Frankreich Paris Bestattung von Simone Veil (Reuters/M. Ludovic)

Auch Präsident Macron nimmt Abschied

Macron erinnerte an Veils unermüdlichen Einsatz für Aussöhnung und für die europäische Einigung nach Weltkrieg und Nazi-Diktatur, unter der sie ihre Eltern und ihren Bruder verloren hatte. Er würdigte ihr Engagement für die Freiheit und die Frauenrechte.

Tausende Menschen hatten sich in Paris versammelt, um der Auschwitz-Überlebenden auf ihrem letzten Weg die Ehre zu erweisen. Simone Veil ist erst die fünfte Frau, die im Panthéon im Pariser Quartier Latin aufgebahrt wird. Sie starb am 30. Juni 2017 im Alter von 89 Jahren. Sie wird zusammen mit ihrem 2013 verstorbenen Ehemann Antoine bestattet. In dem Ehrentempel der Grande Nation ruhen die Gebeine von Voltaire, Victor Hugo und Jean Moulin.  

Simone Veil (picture-alliance/dpa)

Simone Veil im Jahr 1979 als Präsidentin des Europäischen Parlaments bei einer Kranzniederlegung im ehemaligen KZ Bergen-Belsen, aus dem sie 1945 von britischen Soldaten befreit worden war

Veil erkämpfte als Gesundheitsministerin und Feministin in den 70er Jahren das Abtreibungsrecht. 1979 wurde sie erste Präsidentin des EU-Parlaments. Unmittelbar nach ihrem Tod hatte es Initiativen und Petitionen für ihre Aufnahme in den Panthéon gegeben.

SC/fab (afp, dpa)