Schulterschluss bei den US-Demokraten | Aktuell Amerika | DW | 13.04.2020
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US-Vorwahlkampf

Schulterschluss bei den US-Demokraten

Der ehemalige US-Vizepräsident Joe Biden kann im Rennen um den Einzug ins Weiße Haus auf die Unterstützung seines früheren Kontrahenten Bernie Sanders zählen. Der rief alle Amerikaner dazu auf, Biden zu unterstützen.

Iowa, Des Moines: CNN - Präsidentschaftskandidaten der Demokraten (Getty Images/R. Beck)

Joe Biden (l.) und Bernie Sanders - noch als Rivalen im Vorwahlkampf (Archivbild vom Januar)

Bernie Sanders hatte vergangene Woche im Vorwahlkampf der US-Demokraten aufgegeben und damit den Weg für eine Nominierung Joe Bidens freigemacht, sich allerdings bisher nicht offiziell hinter Biden gestellt. Jetzt erklärte der vor allem bei jungen linken Parteimitgliedern beliebte Senator aus dem Bundessstaat Vermont, er unterstütze Bidens Kandidatur.

Sanders warnt vor Trump

Er tue dies, damit US-Präsident Donald Trump bei der Wahl Anfang November geschlagen werden könne. Trump sei "der gefährlichste Präsident in der jüngeren Geschichte" der USA, sagte Sanders bei einer Online-Wahlkampfveranstaltung. Es sei wichtig, dafür zu sorgen, dass Trump nur eine Amtszeit habe. "Wir brauchen dich im Weißen Haus", sagte Sanders an Bidens Adresse. "Ich werde alles tun, was ich kann, damit das gelingt." Er rief alle Amerikaner dazu auf, Biden zu unterstützen.

Nach Sanders Ausstieg aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ist Ex-Vizepräsident Biden der einzige verbleibende Anwärter seiner Partei und steht damit faktisch schon als Herausforderer von Amtsinhaber Trump bei der Präsidentschaftswahl fest - lange vor dem Ende der Vorwahlen. Die offizielle Kür des Kandidaten soll bei einem Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer folgen.

Biden hofft auf Sanders Anhängerschaft

Bei der Ankündigung seines Rückzugs vor einigen Tagen hatte Sanders zunächst auf eine Unterstützung seines bisherigen Konkurrenten verzichtet und angekündigt, bei den restlichen Vorwahlen auf den Wahlzetteln zu bleiben, um weiter Delegiertenstimmen zu sammeln und sich so zumindest noch inhaltlichen Einfluss beim Parteitag der Demokraten im August zu sichern.

Biden kam Sanders seinerseits entgegen und erklärte, dieser sei "die stärkste Stimme für ein faires und gerechteres Amerika". Er versprach seinem ehemaligen Rivalen und dessen Unterstützern ein inhaltliches Entgegenkommen, wohl in der Hoffnung, dass sich auch Sanders' Anhängerschaft hinter ihm als Präsidentschaftskandidat versammelt.

qu/wa (dpa, afp, rtr)

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