Saudi-Arabien greift Huthi-Rebellen an | Aktuell Nahost | DW | 20.09.2019
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Nahost

Saudi-Arabien greift Huthi-Rebellen an

Es war damit gerechnet worden, dass Saudi-Arabien die folgenreichen Angriffe auf seine Ölanlagen nicht einfach auf sich beruhen lässt. Nun schlägt das Königreich militärisch im Jemen zurück.

Saudi-Arabien | Nach Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien (Reuters/H. I. Mohammed)

Der Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums beschreibt die Drohnenteile, die die Huthi-Rebellen mutmaßlich beim Angriff auf die Ölanlagen eingesetzt haben

Sechs Tage nach den Angriffen auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien hat die von dem Königreich angeführte Militärallianz Ziele im Jemen attackiert. Bei der Operation seien vier militärische Ziele im Norden der Hafenstadt Hodaida zerstört worden, erklärte das Militärbündnis. Dort seien unter anderem Seeminen und Sprengstoffboote produziert worden.

Angriff mit einem Sprengstoff-Boot

Die jemenitischen Huthi-Rebellen hatten den am Samstag verübten Drohnenangriff auf saudische Raffinerien, der die Ölproduktion erheblich beeinträchtigte, für sich reklamiert. Saudi-Arabien unterstützt zusammen mit anderen arabischen Ländern die Regierung im Jemen. Die Huthi-Rebellen sind mit dem Iran verbündet, dem die USA die Verantwortung zuschreibt. Die Führung in Teheran bestreitet jede Verwicklung.

Die Anlagen zum Bau von Seeminen und auch von ferngelenkten Booten hätten die Sicherheit der Schifffahrt gefährdet, hieß es in der Erklärung des Militärbündnisses. Zuvor sei auch ein Angriff der Huthi-Rebellen mit einem ferngelenkten Sprengstoff-Boot vereitelt worden. Das Boot sei im Süden des Roten Meers entdeckt und zerstört worden, meldete die saudiarabische Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf die Militärkoalition. Es sei von der Region Hodeida aus gelenkt worden. Das Ziel des geplanten Angriffs war demnach unbekannt.

ml/mir (rtr, afp)

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