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"Geo Barents" darf in Sizilien anlegen

23. August 2021

Für die mehr als 320 aus Seenot geretteten Menschen hat die Irrfahrt im Mittelmeer ein Ende. Die Helfer von Ärzte ohne Grenzen sind erleichtet.

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Ärzte ohne Grenzen (MSF) retten Migranten im Mittelmeer
Die "Geo Barents" im Mittelmeer (Archivbild)Bild: Avra Fialas/MSF/Handout via REUTERS

Das Rettungsschiff "Geo Barents" mit 322 Flüchtlingen an Bord darf im sizilianischen Hafen Augusta anlegen. Die Behörden hätten der Besatzung den Hafen zugewiesen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sie betreibt das Schiff.

Die Besatzung hatte die Menschen in mehreren Einsätzen seit dem 5. August aus dem Mittelmeer geborgen. Am Sonntag wies der Leiter des Such- und Rettungsteams, Iasonas Apostolopoulos, darauf hin, die Situation sei inzwischen inakzeptabel. An Bord seien 95 Minderjährige, 84 von ihnen ohne Begleitung eines Erwachsenen. Das jüngste Kind ist nach seinen Worten gerade einmal zwei Wochen alt. Einige Flüchtlinge bräuchten medizinische Hilfe, alle seien erschöpft. Die Besatzung harrte seit einigen Tagen mit der "Geo Barents" vor der italienischen Küste aus.

Ärzte ohne Grenzen im Mittelmeer
Die Besatzung der "Geo Barents" im Einsatz - im Hintergrund das Rettungsschiff (Archivbild) Bild: Daniel Kubirski/picture alliance

Eine der gefährlichsten Fluchtrouten überhaupt 

Das Mittelmeer gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. In der Hoffnung auf ein besseres Leben in der EU starten dennoch immer wieder Hunderte Migranten von den Küsten Libyens und Tunesiens aus ihre Überfahrt - oftmals in völlig überladenen und seeuntauglichen Booten.

Nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation IOM sind in diesem Jahr bereits mehr als 32.000 Menschen über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa gelangt. Über 1200 Flüchtlinge kamen laut offiziellen Angaben dabei ums Leben. Die Dunkelziffer wird noch weitaus höher geschätzt.

se/as (epd, kna, dpa)