Regenwald-Abholzung in Brasilien hat sich verdoppelt | Aktuell Amerika | DW | 15.12.2019
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Umweltschutz

Regenwald-Abholzung in Brasilien hat sich verdoppelt

Die Umweltpolitik von Brasiliens Präsident Bolsonaro wirkt sich auch auf die Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes aus. Satellitenbilder zeigen einen neuen Negativrekord.

Brasilien Amazonas Waldbrände (Reuters/R. Moraes)

Brandrodung durch Farmer und Holzfäller in der Nähe von Porto Velho

Nach Angaben der brasilianischen Weltraumagentur INPE wurden im November 2019 insgesamt 563 Quadratkilometer Wald vernichtet. Die Entwaldung stieg damit um 104 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten dieses Jahres den Angaben zufolge 8974 Quadratkilometer Wald abgeholzt - eine Fläche, die ungefähr der Größe Puerto Ricos entspricht. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es nur 4879 Quadratkilometer. Hier ist eine Steigerung um 83 Prozent zu verzeichnen.

Die hohen Zahlen für den diesjährigen November sind ungewöhnlich, weil die Abholzung aufgrund der Regenzeit im November und Dezember normalerweise reduziert wird. Forscher und Umweltaktivisten machen den rechtsgerichteten Präsidenten Jair Bolsonaro für die gestiegene Vernichtung des Amazonas-Regenwalds verantwortlich. Bolsonaro, der sein Amt im Januar 2019 antrat, ist eng mit der brasilianischen Agrarlobby verbündet und zweifelt die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel an. In den vergangenen Monaten hat er Viehzüchter, Landwirte und Holzfäller mehrfach dazu aufgefordert, die Entwicklung und landwirtschaftliche Nutzung des Amazonas-Gebiets voranzutreiben.

djo/sti (afp, rtr)

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