Rebellen erobern riesiges Waffenlager | Aktuell Nahost | DW | 06.11.2013
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Aktuell Nahost

Rebellen erobern riesiges Waffenlager

Eine Friedenskonferenz für Syrien rückt erneut in die Ferne – und damit die Hoffnung auf ein Ende des täglichen Tötens. In den Kampfgebieten feiern die Assad-Gegner derweil einen strategischen Erfolg.

Die Kämpfe um das Waffenlager in der Provinz Homs waren erbittert. Etwa 50 Soldaten sollen auf beiden Seiten gefallen sein. "In den frühen Morgenstunden gelang es uns, das Arsenal in Muhin einzunehmen", berichtet ein Sprecher der Rebellenarmee FSA der Nachrichtenagentur dpa.

Der Komplex bestehe aus mindestens 30 Lagergebäuden, angefüllt mit Waffen, sagte Rami Abdel-Rahman, ein Sprecher der Syrischen Menschenrechtsbeobachter. Das Waffenlager der Streitkräfte des Machthabers Baschar al-Assad ist das zweitgrößte seiner Art in Syrien. Das staatliche syrische Fernsehen berichtete von den Kämpfen um das Arsenal, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen.

Bei einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben der Staatsmedien acht Menschen getötet worden. Mehr als 50 Menschen, darunter Frauen und Kinder, sind demnach verletzt. Der Sprengsatz sei vor dem Gebäude der Eisenbahngesellschaft im Stadtzentrum deponiert worden, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Sana. Die Rebellen verüben in ihrem Kampf gegen Präsident Assad immer wieder blutige Anschläge in Damaskus.

Kein Datum für die angestrebte Friedenskonferenz

Die für den 23. November in Genf vorgesehene Friedenskonferenz zu Syrien ist erneut verschoben worden. Trotz anhaltender Bemühungen um ein baldiges Treffen könne er kein Datum nennen, sagte der internationale Syrien-Vermittler Lakhdar Brahimi in Genf. Diplomaten wollten aber weiterhin versuchen, sich auf einen Termin noch vor Jahresende zu einigen. Der algerische Diplomat Brahimi vermittelt im Auftrag der UN und der Arabischen Liga im Syrien-Konflikt.

Nach Einschätzung der Frankfurter Hilfsorganisation medico international schwindet mit dem Aufschub jegliche Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kämpfe in Syrien. In einigen Regionen herrsche "nackter Hunger", sagte der medico-Syrien-Koordinator Martin Glasenapp dem Evangelischen Pressedienst. Von den 5.000 Flüchtlingen, die Deutschland aufnehmen will, ist nach Angaben des Bundesinnenministeriums bisher knapp ein Fünftel eingetroffen.

rb/kle (afp, dpa, epd, rtr)

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