Raubein mit Humor: Jean Reno wird 70 | Filme | DW | 29.07.2018
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Kino

Raubein mit Humor: Jean Reno wird 70

Ob Actionheld oder Spaßvogel - Jean Reno glänzte schon in den verschiedensten Rollen. Als Auftragskiller "Léon - Der Profi" erweckte der Schauspieler Hollywoods Aufmerksamkeit. Es folgten zahlreiche US-Blockbuster.

Für jeden Hollywood-Streifen mache er einen französischen Film, sagte Jean Reno im Jahr 2000 in einem Interview. Ob er sich immer strikt an diesen Plan gehalten hat, sei dahingestellt. Fest steht: Reno kann mit 70 Jahren auf eine umfangreiche, genreübergreifende Filmografie zurückschauen. Der Schauspieler ist nicht nur zwischen französischen und US-amerikanischen Produktionen hin und her gejettet, sondern hat sich auch den verschiedensten Rollen gewidmet. Überzeugen konnte er sowohl als Spaßvogel, etwa in der französischen Zeitreise-Komödie "Die Besucher" ("Les Visiteurs", 1993), als auch in Actionfilmen wie "Mission Impossible" (1996) oder "Godzilla" (1998).

Mit Regisseur Luc Besson auf Erfolgskurs

Der Durchbruch gelang Reno mit dem Spielfilm "Im Rausch der Tiefe" ("Le grand bleu", 1988). Darin spielt er einen Apnoetaucher, der sich auf ein waghalsiges Wetttauchen einlässt. Das Drama des französischen Regisseurs Luc Besson gilt heute als Kultfilm. Für positive Kritiken sorgten besonders die eindrucksvollen Unterwasseraufnahmen. Der Film erhielt 1989 acht Nominierungen für den französischen Filmpreis César und überzeugte die Jury in den Kategorien "Beste Filmmusik" und "Bester Ton".

Die Zusammenarbeit mit Luc Besson ebnete für Reno den Weg nach Hollywood. Nach einigen Nebenrollen unter Bessons Regie, ergatterte der Schauspieler die Hauptrolle in dem Actionstreifen "Léon - Der Profi" (Léon, 1994). Die Figur des Auftragskillers gab seiner internationalen Karriere den entscheidenden Anstoß. Bald darauf klopfte Hollywood bei ihm an und Reno bekam Angebote für diverse US-Produktionen (darunter "Der rosarote Panther", "The Da Vinci Code - Sakrileg" oder "Flyboys - Helden der Lüfte").

Filmstill | Flyboys mit Jean Reno (picture-alliance/Everett Collection)

In dem nur mäßig erfolgreichen Kriegsfilm "Flyboys - Helden der Lüfte" spielt Reno den französischen Leutnant Thenault

"Ich mache, was ich spontan für richtig halte"

Während Reno, der inzwischen in über sechzig Filmen mitgespielt hat, in Amerika vor allem als Actionheld gefeiert wird, setzt die französische Filmbranche immer wieder auch auf seine komödiantischen Fähigkeiten. Der 70-Jährige möchte sich allerdings in keine Schublade stecken lassen. Er halte sich weder für einen Actionhelden noch für einen Komödianten, sagte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Er sei einfach Schauspieler und mache das, was er spontan für richtig halte.

Geboren wurde Jean Reno als Juan Moreno y Herrera Jiménez in Casablanca als Sohn eines spanischen Arbeiter-Ehepaars. Seine Eltern waren vor der Franco-Diktatur aus Spanien nach Marokko geflohen, das damals noch französisches Protektorat war. Mit 19 nahm Reno die französische Staatsbürgerschaft an, Nach seinem Militärdienst in Deutschland zog er Anfang der 1970er Jahre nach Paris, wo er allmählich als Schauspieler Fuß fasste. Seine erste - wenn auch winzige - Filmrolle spielt er in Constantin Costa-Gavras' "Die Liebe einer Frau" mit Yves Montand und Romy Schneider. Reno hat sechs Kinder aus drei Ehen. Seit 2006 ist er mit der britischen Schauspielerin Zofia Borucka verheiratet.

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