Raketentest im Mittelmeer sorgt für Aufregung | Aktuell Nahost | DW | 03.09.2013
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Nahost

Raketentest im Mittelmeer sorgt für Aufregung

Ungeachtet der angespannten Lage wegen des Syrien-Konflikts hat Israels Militär im Mittelmeer einen Raketentest unternommen und damit stundenlang für Verwirrung gesorgt. Zunächst hatte Russland den Raketenstart gemeldet.

Inmitten der internationalen Diskussion über einen amerikanischen Militärschlag gegen Syrien als Reaktion auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff hat das israelische Verteidigungsministerium in Tel Aviv zugegeben, am Dienstagmorgen eine Rakete getestet zu haben. Der Flugkörper vom Typ "Anchor" sei als Ziel für einen Abschuss abgefeuert worden, teilte eine Sprecherin des Ministeriums in Tel Aviv mit. Das Waffensystem habe sein "Ziel geortet und getroffen". Israel habe bei dem Test mit den USA zusammengearbeitet. Vor der Mitteilung des israelischen Militärs hatten sowohl die USA als auch andere Nato-Staaten mitgeteilt, an keinem Raketenstart in der Region beteiligt gewesen zu sein.

Objekte wohl ins Meer gefallen

Zu einem von Russland georteten zweiten Raketenstart machte das israelische Verteidigungsministerium keine Angaben. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte mitgeteilt, aus dem Zentrum des Mittelmeeres seien zwei ballistische Raketen Richtung Osten gestartet worden.

Das Abfeuern der Raketen sei um 8.16 Uhr MESZ von einer Radarstation in der südrussischen Stadt Armawir rund 1200 Kilometer südlich von Moskau registriert worden. Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin über zwei Raketenstarts informiert. Die Objekte seien ins Meer gefallen, hieß es in Moskau. Namentlich nicht genannte russische Experten mutmaßten zunächst, es habe sich um Wetterraketen gehandelt.

Die Aktienmärkte und der Ölpreis reagierten auf die Berichte über den Raketentest im östlichen Mittelmeer nervös. Am Vormittag gaben an den europäischen Börsen die Kurse nach. Die Märkte in Asien waren bereits geschlossen, die in den USA noch nicht geöffnet. Öl und Gold verteuerten sich.

qu/nis (rtr, dpa, afp)