Polizei in Utrecht hat Hinweise auf Terrormotiv | Aktuell Europa | DW | 19.03.2019
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Niederlande

Polizei in Utrecht hat Hinweise auf Terrormotiv

Einen Tag nach den Schüssen in einer Straßenbahn in Utrecht verdichten sich laut Polizei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Indizien sprechen dafür - ohne endgültig Gewissheit zu geben.

Niederlande, Utrecht: Mehrere Verletzte und ein Todesopfer (picture-alliance/ANP/R. Utrecht)

Spezialeinheiten der Polizei suchten am Montag nach dem Täter

Ein terroristisches Motiv werde "ernsthaft in Betracht gezogen", heißt es von Staatsanwaltschaft und Polizei. Dafür spreche unter anderem ein im Fluchtwagen gefundener Brief. Auch die Art der Tatausführung deute in diese Richtung. Andere Motive würden aber nicht ausgeschlossen.

Die bisherigen Ermittlungen hätten außerdem keine Hinweise auf irgendeine Beziehung zwischen dem Hauptverdächtigen und den Opfern ergeben, teilte die Polizei weiter mit. Zuvor war über eine Beziehungstat spekuliert worden.

Zwei weitere Verdächtige noch in Gewahrsam

Der 37 Jahre alte Verdächtige war am Montagabend nach stundenlanger Fahndung gefasst worden. Außerdem wurden zwei andere Männer festgenommen. Sie werden weiter verhört. Am Vormittag hatte der Utrechter Bürgermeister Jan van Zanen zunächst irrtümlicherweise mitgeteilt, dass die beiden freigelassen worden seien.

Niederlande, Utrecht: Mehrere Verletzte und ein Todesopfer (picture-alliance/A. Asiran)

Der Tatort: eine Straßenbahn in der niederländischen Stadt Utrecht

Der Verdächtige hatte am Montagvormittag in einer Straßenbahn um sich geschossen. Durch die Schüsse starben eine 19 Jahre alte Frau und zwei Männer im Alter von 28 und 49 Jahren. Drei Menschen erlitten schwere Verletzungen. Vier Personen wurden leicht verletzt, indem sie zum Beispiel in der Hektik unmittelbar nach der Tat stürzten.

Für die am Mittwoch anstehenden Provinzwahlen nahmen die niederländischen Parteien ihren Wahlkampf wieder auf, nachdem er nach den Schüssen in Utrecht ausgesetzt worden war. Allerdings solle der Wahlkampf im Ton leiser als sonst geführt werden, sprachen Parteienvertreter in Den Haag ab.

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ust/kle (dpa, afp, ap)

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