Papst Franziskus empfängt Zehntausende Ministranten | Aktuell Europa | DW | 31.07.2018
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Sonderaudienz

Papst Franziskus empfängt Zehntausende Ministranten

Feuerwehrleute kühlen die Jugendlichen mit Wasser, der Papst spielt mit einem zugeworfenen Luftballon: So ausgelassen ist die Stimmung auf dem Petersplatz in Rom nur selten.

Papst Franziskus (Getty Images/A.Solaro)

Der Papst nimmt die Bälle auf, die ihm zugespielt werden - auch wenn es nur Ballons sind

Zehntausende Ministranten haben Papst Franziskus zu einer Sonderaudienz in Rom getroffen. Bei der internationalen Ministrantenwallfahrt kamen trotz brütender Hitze rund 60.000 junge Messdiener auf dem Petersplatz zusammen und jubelten Franziskus im Papamobil zu. Die meisten davon - etwa 50.000 - waren aus Deutschland angereist.

Bei der Audienz mit dem Papst durften fünf Jugendliche sich direkt an den Pontifex wenden. Aus Deutschland fragte Julian Hüttner aus der Diözese Speyer das Katholiken-Oberhaupt: "Warum ist der Glaube für Sie so wichtig?" Franziskus' Antwort: "Der Glaube ist wie die Luft, die wir atmen. Wir denken nicht bei jedem Atemzug, wie wichtig die Luft ist, aber wenn sie fehlt oder nicht sauber ist, erkennen wir, wie wichtig sie ist."

"Ihr seid ziemlich mutig!"

Weil Italien derzeit auch eine Hitzewelle plagt, standen auf dem Petersplatz zur Abkühlung Wasserwerfer bereit. Feuerwehrleute bespritzten mit Schläuchen die Wartenden, die zum Teil Stunden auf dem Platz ausharrten. "Ich habe euch schon mittags gesehen, ihr seid ziemlich mutig bei dieser Hitze", lobte der 81 Jahre alte Papst. Wegen strenger Sicherheitsvorkehrungen bildeten sich Schlangen am Einlass.

Papst Franziskus (Getty Images/A.Solaro)

Die Jugendlichen jubeln - und schwitzen

Mit Sonnenhüten ausgerüstet, jubelten die jungen Leute dem Pontifex zu, der mit dem Papamobil durch die Menge fuhr. Das Motto der diesjährigen Ministrantenwallfahrt heißt "Suche Frieden und jage ihm nach". Es sei "passend für eine Zeit, in der sich so viele Menschen nach Frieden sehnen, in der aber zugleich so viele Gefährdungen für den Frieden am Horizont erscheinen", sagte der Vorsitzende der Jugendkommission der Bischofskonferenz, der Passauer Bischof Stefan Oster.

"Nationalismus und Christsein schließen sich aus"

Die Wallfahrt solle in der Vielfalt der Teilnehmer dazu beitragen, den jeweils anderen als Bereicherung und nicht als Bedrohung zu erleben. Vaterlandsliebe und Glaube seien vereinbar. "Aber strenger Nationalismus und Christsein schließen einander aus", sagte Oster.

In Deutschland gibt es nach Kirchenangaben rund 360.000 Ministranten. Die Wallfahrt, die etwa alle vier Jahre stattfindet, wird vom Internationalen Ministrantenbund CIM organisiert.

jj/sth (dpa, epd, kna)

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