News kompakt: Klarer Sieg für Regierungspartei in Thailand
9. Februar 2026
In Thailand hat die konservative Bhumjaithai-Partei von Ministerpräsident Anutin Charnvirakul die Parlamentswahl gewonnen. Nach Auszählung von fast 90 Prozent der Wahllokale liegt sie klar vor der Konkurrenz, wie die Wahlkommission am Sonntag mitteilte. Die progressive People's Party, die im Wahlkampf mit Forderungen nach Strukturreformen in Umfragen geführt hatte, landete den vorläufigen Ergebnissen zufolge auf dem zweiten Platz. Dahinter folgt die populistische Pheu Thai.
Anutin hatte die vorgezogene Neuwahl Mitte Dezember angesetzt, er ist erst seit weniger als 100 Tagen im Amt. Er übernahm die Führung, nachdem die damalige Ministerpräsidentin Paetongtarn Shinawatra von der Pheu Thai im Zuge eines Grenzkonflikts mit Kambodscha abgesetzt worden war.
Gericht in Hongkong verurteilt Jimmy Lai zu langer Haft
Ein Gericht in Hongkong hat den Medienmogul und Demokratie-Aktivisten Jimmy Lai zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Der 78-Jährige war im Dezember wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen worden. Ihm drohte eine lebenslange Haftstrafe.
Kritiker betrachteten den Prozess als politisch motiviert und als weiteres Zeichen für den Abbau von Pressefreiheit und politischen Freiheitsrechten in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. Lai hat die Vorwürfe gegen ihn stets bestritten. Er sitzt seit Ende 2020 im Gefängnis, nachdem ihn die Justiz zuvor bereits in anderen Verfahren zu zwei Haftstrafen verurteilt hatte.
Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi soll in Haft
Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihres Anwalts zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht habe sie wegen "Versammlung und Absprache zur Begehung von Straftaten" zu der Haftstrafe verurteilt, teilte der Anwalt Mostafa Nili mit. Es habe außerdem ein zweijähriges Ausreiseverbot gegen Mohammadi verhängt. Das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig und könne angefochten werden.
Die 53-jährige Mohammadi war in den vergangenen 25 Jahren wiederholt vor Gericht gestellt und inhaftiert worden. 2023 wurde sie für ihren Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Den Preis nahmen damals stellvertretend für sie ihre beiden Kinder entgegen.
Stabschef des britischen Premiers tritt nach Epstein-Enthüllungen zurück
Der Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat Konsequenzen für den engsten Kreis des britischen Premierministers Keir Starmer. In der Affäre um die Epstein-Kontakte des britischen Ex-Ministers Peter Mandelson erklärte Starmers Stabschef Morgan McSweeney seinen Rücktritt. McSweeney hatte dem Premier zur Ernennung des früheren Wirtschaftsministers Mandelson als Botschafter in den USA geraten.
Mandelson soll engen Kontakt zu Epstein gehabt und während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Informationen an den US-Geschäftsmann weitergegeben haben. Die britische Polizei ermittelt gegen den ehemaligen Minister, der erst vor rund einem Jahr von Keir Starmer zum Botschafter in den USA ernannt worden war.
Sicherheitskonferenz-Chef wirbt für Waffengeschenke an Polen
Angesichts der Bedrohung durch Russland an der NATO-Ostflanke sollte Deutschland aus Sicht des Chefs der Münchner Sicherheitskonferenz seinem Nachbarn Polen kostenlos Waffen überlassen – etwa ein U-Boot, eine Fregatte oder Kampfpanzer. Die Verteidigungsleistung des "Frontstaats" Polen schütze auch Deutschland, sagte Wolfgang Ischinger der "Welt". Er fügte hinzu, es "gibt aus polnischer Sicht die ungelöste Reparationsfrage, die immer noch herumschwirrt."
Der Umgang mit den Schäden der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg ist ein Dauerthema in den Beziehungen beider Länder. Weiterhin stehen polnische Reparationsforderungen in Billionenhöhe im Raum, die zuletzt im September von Präsident Karol Nawrocki bei seinem Antrittsbesuch erhoben wurden.
Seahawks bezwingen Patriots im Super Bowl
Die Seattle Seahawks haben zum zweiten Mal in ihrer Geschichte den Super Bowl gewonnen und die New England Patriots deutlich bezwungen. Das favorisierte Team setzte sich dank einer starken Defensive in einem einseitigen Finale der National Football League mit 29:13 durch. Die Patriots - gemeinsam mit den Pittsburgh Steelers Super-Bowl-Rekordchampion - verpassten den angestrebten siebten Titel dagegen deutlich.
In der Pause trat Latin-Superstar Bad Bunny aus Puerto Rico auf und hielt seine Performance auf Spanisch - ein Novum für die traditionsreiche Halbzeitshow.
pg/haz/wa (dpa, afp, rtr)
Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MEZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.